Neuanlage des Klosterfriedhofs wird Großprojekt

Baden-Baden (BT) – Hoffnung auf mehr Normalität: Der Freundeskreis Kloster Lichtental hat sich endlich zu seiner Mitgliederversammlung im Kassiansaal treffen können.

Die nun durch das Finanzministerium zugesagte Sanierung der Klostermauer am Friedhof ermöglicht  in Folge die Sanierung beziehungsweise Neuanlage des Friedhofareals.Auf dem Foto ist das Kloster Lichtental zu sehen. Foto: Willi Walter

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Die nun durch das Finanzministerium zugesagte Sanierung der Klostermauer am Friedhof ermöglicht in Folge die Sanierung beziehungsweise Neuanlage des Friedhofareals.Auf dem Foto ist das Kloster Lichtental zu sehen. Foto: Willi Walter

Der Freundeskreis Kloster Lichtenthal lud seine Mitglieder zur jährlichen Mitgliederversammlung in den Kassiansaal des Klosters ein. Trotz weiterer Auflagen durch Corona konnte die Vorsitzende Ursula Lazarus eine gut besuchte Versammlung eröffnen und dankte ihrem Vorstand als auch Äbtissin Bernadette Hein und dem Konvent für die gute und tiefe Zusammenarbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Zwar mussten viele Veranstaltungen laut Mitteilung abgesagt werden, doch insbesondere bei den Konzerten und einem Empfang mit Erzbischof Stephan Burger in Freiburg zähle man auf leichtere und normalere Umstände im Jahr 2022. Es herrsche kein Stillstand, doch die Hoffnung auf mehr Normalität sei groß, so Lazarus.

Windfang und Läufer für die Fürstenkapelle

Klosterspiritual Benno Gernster ging in seinem geistlichen Wort der Frage nach, wie sich Formen des Hasses durch den Alltag ziehen und beispielsweise durch Hassmails oder Shitstorms sichtbar werden, gerade in der Corona-Zeit. Mit der Auslegung des Aaronitischen Segens ermunterte Gerstner, sich gegen den Hass zu stemmen und wieder friedlicher zusammenzuleben.

Trotz des Wegfalls einiger Einnahmemöglichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie konnte Schatzmeisterin Doris Seiberling die Mitglieder detailliert über die Finanzentwicklung des gut aufgestellten Vereins informieren, sodass die Versammlung die Entlastung bestätigen konnte. Wichtigste Maßnahmen waren der Erwerb eines Windfangs und Läufers für die Fürstenkapelle welche zusammen fast 10.000 Euro gekostet hätten. Weiterhin wurden zwei Bilder in den Seitenaltären saniert sowie vier gotische Bildtafeln restauriert, was mit etwa 15.000 Euro zu Buche schlug.

Sehnsucht nach Gesellschaft

Gemeinsam mit Äbtissin Bernadette Hein warb Lazarus für das nächste große anstehende Vorhaben, was auch mit einem Patenschaftsprogramm begleitet werden solle. Die nun durch das Finanzministerium zugesagte Sanierung der Klostermauer am Friedhof ermögliche in Folge die Sanierung beziehungsweise Neuanlage des Friedhofareals.

Neue Wege und eine neue Bepflanzung sowie die Restaurierung der in die Jahre gekommenen Holzkreuze seien schon in Planung, das sei, so die Vorsitzende, ein seit Jahren gehegter Wunsch, der nun in Erfüllung gehe.

Ursula Lazarus äußerte die Hoffnung, den Mitgliedern wieder mehr Möglichkeiten der Begegnung anbieten zu können. Die Resonanz des Abends zeige, dass man sich nach Gesellschaft sehne, so hoffe der Verein auf ein Mehr an Aktivitäten, der Vorstand stehe in den Startlöchern.

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Erstellt:
23. September 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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