Neubaugebiet in Söllingen wird vorangetrieben

Von Anne-Rose Gangl

Rheinmünster (ar) – In der Sitzung am Montagabend stimmte der Gemeinderat Rheinmünster der Weiterführung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Östlich der Kirche“ in Söllingen zu.

Neubaugebiet in Söllingen wird vorangetrieben

Entstehen könnten im Neubaugebiet „Östlich der Kirche“ bis zu 35 Einfamilienhäuser, 14 Doppelhaushälften und zwei bis drei Mehrfamilienhäuser. Foto: Anne-Rose Gangl

Wenn alles gut läuft und auch die Grundstückseigentümer Mitwirkungsbereitschaft erklären, könnte Ende 2022 der Satzungsbeschluss für das Neubaugebiet „Östlich der Kirche“ im Rheinmünsteraner Ortsteil Söllingen gefasst werden. Für viele junge Familien und alle Bauwilligen, die sich in Rheinmünster niederlassen wollen, ist es ein Hoffnungsschimmer am Horizont, wenn auch nur wenige interessierte Besucher am Montagabend anwesend waren. Marcel Nagel (CDU) betonte, viele Familien suchten händeringend nach Grundstücken. Die städteplanerischen Vorarbeiten für das Neubaugebiet „Östlich der Kirche“ in Söllingen laufen bereits seit Ende 2019. Die ursprüngliche Planung mit Erschließung des Gebietes verlief von der Eisenbahnstraße bis zum Lebensmittelmarkt im Süden sowie vom ehemaligen Bahndamm im Westen bis zum Lerchenweg im Osten. Wie Stadtplanerin Petra Schippalies allerdings am Montagabend informieren musste, hätten einige Grundstückseigentümer im südlichen Bereich keine Mitwirkungsbereitschaft gezeigt, weshalb ein neuer städtebaulicher Entwurf gefertigt werden musste.

Weniger Fläche und neu konzipierte Retentionsfläche

In der nun überarbeiteten Variante zeigt sich das künftige Neubaugebiet mit einer Größe von rund 3,5 Hektar, 1,3 Hektar weniger als zuvor. Mit eingebunden sind die rückwärtigen Grundstücke an der bebauten Kirchstraße. Die Verkehrserschließung erfolgt nun als Ringschluss über die Eisenbahnstraße und sogenannte aufgeteilte Wohnstraßen, da nicht an das bestehende Siedlungsgebiet angeschlossen werden kann. Die vorhandene Fuß- und Radwegeverbindung nach Süden, insbesondere auch zum Lebensmittelmarkt und zur Schule, soll erhalten bleiben, wie Petra Schippalies mitteilte. Neu konzipiert werden musste die im Süden vorgesehene Retentionsfläche für das Niederschlagswasser, die nun als treppenartiger Grünstreifen von der Kirche bis zur Regenrückhaltung im östlichen Teil verläuft.

Klimaaspekte werden bei Planung berücksichtigt

Entstehen könnten im Neubaugebiet bis zu 35 Einfamilienhäuser, 14 Doppelhaushälften und zwei bis drei Mehrfamilienhäuser mit einer Gebäudehöhe von maximal 11,50 Meter bei zwei Vollgeschossen. Diskutiert wurde im Rat der Vorschlag der Stadtplanerin, eventuell bis zu vier Geschosse und eine Maximalhöhe von 13,50 Meter zu genehmigen, da die Verpflichtung bestehe, mit Grund und Boden sparsam umzugehen, jedoch ebenso bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Auch Klimaaspekte sollen in die Planung einfließen wie gute Südost- und Südwestausrichtung aller Gebäude, um die künftig verpflichtende Photovoltaikanlage nutzen zu können. Dachbegrünung für Garagen, Carport und Hauptgebäude mit Flachdach sollen möglich sein ebenso wie erneuerbare Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung. Neben der zentralen Versickerung soll auch der Bau von eigenen Zisternen empfohlen werden. Sämtliche Anregungen sollen im Bebauungsplanvorentwurf aufgenommen werden.