Neubaugebiet wird erweitert

Steinmauern – Der Gemeinderat hat ein Vorhaben auf den Weg gebracht, das seit etlichen Jahre im Schwange ist: Das Neubaugebiet „Breithölzer, Waldäcker I“ soll in Richtung Osten erweitert werden.

Im Grünen: Das Neubaugebiet „Breithölzer, Waldäcker“ soll in Richtung Osten (rechts) ausgedehnt werden. Der Gemeinderat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans eingeleitet. Foto: Heck

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Im Grünen: Das Neubaugebiet „Breithölzer, Waldäcker“ soll in Richtung Osten (rechts) ausgedehnt werden. Der Gemeinderat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans eingeleitet. Foto: Heck

Einem Lageplan zufolge soll sich der neue Bauabschnitt über etwa eineinhalb Ackerlängen bis nahe an den asphaltierten Feldweg erstrecken, der als Radwegverbindung zwischen Hauptstraße und dem Bereich um die Murghalle beliebt ist. In der Sitzung war von 450 Menschen die Rede, die im neuen Gebiet eines Tages wohnen könnten.

Das bestehende Neubauviertel, das man 2008 begonnen habe, sei zwischenzeitlich fast komplett belegt, beschrieb Schaaf den aktuellen Stand. Nur wenige Grundstücke in privater Hand seien noch ungenutzt. Nach wie vor seien Bauplätze aber sehr gefragt. Schon seit 2013 habe sich der Gemeinderat immer wieder über eine Erweiterung Gedanken gemacht. Es sei immer klar gewesen, dass die örtliche Infrastruktur mitwachsen müsse. Mit der gerade vollendeten Erweiterung der Schule und dem in Kürze fertiggestellten Anbau im Flößerkindergarten seien „klare Zeichen“ für die Weiterentwicklung der Gemeinde gesetzt worden.

Der Gemeinderat habe daher nun den richtigen Zeitpunkt gesehen, die nächsten Schritte zur Baugebietserweiterung einzuleiten. Schaaf berichtete von mehreren Klausurtagungen des Gremiums, die letzte habe im Februar stattgefunden. In der Sitzungsunterlage war zu lesen, dass man sich dabei „mit den Potenzialen der Baukultur im ländlichen Raum“ befasst habe. Es sei als wichtig erkannt worden, dass die Gemeinde bei der Entwicklung neuer Baugebiete ihre „Identität nicht verlieren“ dürfe. Dies sollte in einem Leitbild festgehalten werden.

Erweiterungsgelände muss zunächst abgegrenzt werden

Zur aktuellen Sache teilte Schaaf mit, dass es zunächst um die Abgrenzung des Erweiterungsgeländes gehe. Als Erstes sei die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans zu beschließen. Dann gelte es die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans anzubahnen. Dies könnte nach Aussage von Hauptamtsleiterin Julia Hangs bis zum kommenden Frühjahr erledigt sein.

Im Hinblick auf das Vorhaben forderte Matthias Götz (CDU) die Planung einer Entlastungsstraße voranzutreiben. Dieses Projekt dürfe nicht vergessen werden, man sei es den Bürgern schuldig. Julio Pardo Pose (WGS) sah es genauso: Schon 2013 habe man die Verkehrsbelastung des Orts am Limit gesehen. Ohne Entlastungsstraße mache es keinen Sinn, ein Gebiet für 450 Leute zu erschließen. Das Straßenprojekt sei „in der Pipeline“, beruhigte Schaaf. Das eine zu tun, bedeute nicht, das andere zu lassen. Die Dinge ins Rollen zu bringen, werde Aufgabe der „neuen Gemeindeleitung“ sein, spielte das Ortsoberhaupt auf seinen Ende September bevorstehenden Abschied vom Bürgermeisterposten an. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde bei zwei Enthaltungen mit großer Mehrheit gefasst. Das Gebiet wird die Bezeichnung „Breithölzer, Waldhölzer II“ tragen.

An die künftigen „Gemeindeleitung“ wurde in der Sitzung noch ein weiteres Anliegen delegiert. Eine Bewohnerin des Ier-Gebiets wünschte die Ausweisung einiger Wege ohne Trottoir als Spielstraße. Schaaf sah darin ein Thema für die Verkehrsschau im Herbst.

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Erstellt:
6. August 2020, 14:00 Uhr
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