Neue Bühler Pfarrer stellen sich vor

Bühl (mf) – Als lebendige Gemeinschaft gemeinsam in eine neue Richtung gehen: Dieses Ziel haben die neuen Priester Andreas Schneider und Martin Drathschmidt in Bühl bei ihrer Vorstellung genannt.

Die beiden Pfarrer Andreas Schneider (links) und Martin Drathschmidt zelebrieren den Gottesdienst. Foto: Martina Fuß

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Die beiden Pfarrer Andreas Schneider (links) und Martin Drathschmidt zelebrieren den Gottesdienst. Foto: Martina Fuß

Die beiden Pfarrgemeinden St. Peter und Paul Bühl und St. Maria Kappelwindeck haben wieder geistliche Begleitung. Im Rahmen feierlicher Gottesdienste stellten sich die neuen Priester Andreas Schneider und Martin Drathschmidt am Sonntag in Bühl und am Montag in Vimbuch vor. Kommenden Sonntag feiern sie ebenfalls gemeinsam den Gottesdienst in Kappelwindeck.

Zusammen mit Pfarrer Thomas Fuchs, der das Kirchspiel Vimbuch mit Weitenung und Moos betreut, gibt es nach langer Vakanz nun wieder drei Pfarrer in der Seelsorgeeinheit. Pfarrer Andreas Schneider wurde außerdem zum leitenden Pfarrer der ganzen Seelsorgeeinheit mit knapp 12.000 Katholiken bestellt. Pfarrer Drathschmidt wird in das Bühler Pfarrhaus direkt neben der Kirche einziehen, Pfarrer Schneider wohnt in Bühlertal.

Gleich zu Beginn des gut besuchten Gottesdienstes in der Bühler Pfarrkirche St. Peter und Paul wurden Schneider und Drathschmidt herzlich willkommen geheißen. Angelika Kern wünschte im Namen des Gemeindeteams und der Pfarrgemeinde alles Gute für den Neuanfang und für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen. Nachdem die beiden Pfarrer ab sofort in einer Weingegend zuhause sind, überreichte sie als Geschenk einen Weinstock und natürlich auch den passenden Wein dazu. „So wie dieser Weinstock nach dem Einpflanzen Wurzeln fassen wird, so wünschen wir auch ihnen, dass sie in Ihrer neuen Heimat Wurzeln fassen werden.“ Angelika Kern zeichnete ein aktives Bild von der Pfarrgemeinde. Außerhalb einer Pandemie wäre die Kirche voll besetzt, und sowohl Kirchenchor als auch Stadtkapelle wären vollständig angetreten. „Wir sind eine lebhafte Gemeinde, und wir versprechen Ihnen, jeder von uns wird versuchen, Ihnen den Anfang zu erleichtern.“

Zimmerpflanze als Symbol für Veränderung

Die beiden Pfarrer hatten ebenfalls eine Pflanze mitgebracht, ein Benjamini-Bäumchen. Im Gegensatz zum Weinstock, der Wurzeln schlägt, stehe die Zimmerpflanze für Veränderung. Pfarrer Drathschmidt erinnerte sich an die Anfangszeit des Bäumchens, die bis in die Studentenzeit in Freiburg zurückreicht. Von dort reiste es mit ihm nach Wertheim, nach Engen, Osterburken und nun nach Bühl ins Pfarrhaus. „Die Pflanze hat mich lange begleitet und musste sich immer wieder an eine Veränderung gewöhnen. Hören wir doch mal hin, was sie aus dieser reichhaltigen Erfahrung erzählen kann.“

Nun übernahm Pfarrer Schneider das Mikrofon und erzählte aus der Ich-Perspektive des Bäumchens: „Liebe Leute, das waren Strapazen mit dem Umzug. Es wird eine Weile dauern, bis sich meine Blätter wieder nach der Sonne ausrichte. Aber ich nehme es gelassen, denn ich werde gut behandelt. Manchmal sehe ich die Sorgen von Andreas und Martin. Wird die große Seelsorgeeinheit zusammenwachsen? Ob sie den Menschen die Unsicherheit wegen der anstehenden Veränderungen nehmen können? Ich sehe aber auch Freude in ihren Gesichtern darüber, neue Menschen kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“ Gerne hätte das Bäumchen auch Ratschläge gegeben, nämlich Vertrauen zu haben, auch wenn es eine dunkle Stunde auf dem Weg gibt. Vor allem aber müsse man sich nicht fürchten, da Gott den Menschen zur Seite stehe und den Weg mit ihnen gehe. Beide Pfarrer baten gemeinsam darum, mit ihnen in eine neue Richtung zu gehen: „Die lebendige Gemeinschaft soll sich vernetzen, sicher und stark und voller Glaubenskraft zusammenstehen, denn gemeinsam sind wir stark“.

Nach dem Gottesdienst, den viele Ministranten, eine Abordnung der Stadtkapelle und des Kirchenchors sehr feierlich gestalteten, dankte Pfarrer Schneider allen, die während der Vakanz und in der Pandemie „den Laden am Laufen gehalten haben“, und er bat auch um Nachsicht: „Wenn Sie eine Bitte oder Anregungen haben oder Kritik üben wollen, dann kommen Sie gerne auf uns zu. Es wird nicht alles auf Anhieb klappen. Wir freuen uns, hier zu sein, bitte geben Sie uns eine Chance.“

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Erstellt:
24. Mai 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 54sec

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