Neue City- und Tourismusmanagerin für Rastatt

Rastatt (BT) – Die Stadt Rastatt will ihr Potenzial besser ausschöpfen: Dafür ist die neue City- und Tourismusmanagerin Wiebke Freund eingestellt worden.

Will Rastatt verstärkt für Touristen attraktiv machen: Wiebke Freund. Foto: Daniel Melcher

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Will Rastatt verstärkt für Touristen attraktiv machen: Wiebke Freund. Foto: Daniel Melcher

Mehr Miteinander als Nebeneinander im Dreieck Einzelhandel, Gastronomie/ Hotellerie und Stadtmarketing, ein schärferer Blick auf die touristischen Möglichkeiten: Das sind Dinge, die der 36-jährigen Freund wichtig sind. Im Mai hat sie ihre Tätigkeit aufgenommen. Anders als ihr Vorgänger Johannes Flau – fast ein ganzes Jahr war die Stelle unbesetzt – soll sie einen stärkeren Fokus auf den Tourismus legen. Und damit die „schwache Flanke“ des Wirtschaftsförderers und Stabsstellenleiters Torsten von Appen „gut abdecken“, wie dieser selbst sagt. Das Ziel ist definiert: Die Stadt Rastatt – „wir müssen uns überhaupt nicht verstecken“ – soll präsenter sein, sich mehr zeigen, sprich: nach außen besser verkaufen.

Wechsel von Baden-Baden nach Rastatt

Freund scheint als Tourismusfachfrau dafür prädestiniert: Masterstudium in nachhaltigem Tourismus absolviert, bereits in verschiedenen Ländern tätig – und zwar „in allen Bereichen des Tourismus“, wie sie sagt –, zuletzt in Baden-Baden bei der Kur und Tourismus GmbH. Dann bewarb sie sich auf die Stelle in Rastatt, wo sie bereits seit einigen Monaten wohnt – und setzte sich gegen rund 30 Mitbewerber durch.

Eines der ersten Projekte: Eine Kooperation mit der Fachhochschule Pforzheim, deren Ergebnisse eines Forschungsprojekts nun ihr „Arbeitspapier für die nächsten Jahre“ darstelle. Da geht es darum, wo man ansetzen kann, um das Interesse an Rastatt zu steigern: Umfragen ergaben unter anderem zum Beispiel Bedarf an mehr Infos über die Attraktionen der Stadt und Umgebung, an einer Steigerung des Fahrradtourismus‘, mehr kulturellen Veranstaltungen, mehr Ordnung und Sauberkeit. Hauptzielgruppe sei der „Kultur- und Bildungstourist“, gefolgt vom Erlebnistouristen und dem „preisbewussten Ausflügler“ (Schnäppchenjäger).

Wochenend- und Tagestourismus im Fokus

Es werde auch künftig weniger Geschäftsreisen geben als zuvor, doch Rastatt habe auch viel zu bieten für Wochenend- und Tagestouristen, so Wiebke Freund: „Darauf baut sich in nächster Zeit das auf, was wir planen.“ Eine neue, deutlich umfangreichere Broschüre über Führungs- und andere touristische Angebote liegt druckfrisch vor. Neue Formate wurden dafür ausgearbeitet, darunter auch Führungen für Hotelmitarbeiter, damit diese das Wissen an Gäste weitergeben können; ein 14-tägiger Austausch mit Handels- und Gastronomie-Akteuren ist installiert, eine Coupon-Aktion mit dem Einzelhandel auf den Weg gebracht, eine kommende Woche startende Musikreihe auf dem Marktplatz organisiert – und noch einiges mehr in der Pipeline, zählt Freund auf. Die in Hannover Geborene, die seit rund fünf Jahren in der Region lebt, kennt Rastatt und Umgebung bereits gut, weiß um das Potenzial und denkt zugleich international. „Wenn die Amerikaner wüssten, welche Schlösser sie hier angucken könnten...“

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
16. Juli 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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