Neue Firma im Steinbacher „Bollgraben“

Baden-Baden (nie) – Für den Neubau der Medifa Healthcare Group ist am Montag der erste Spatenstich gesetzt worden. Das Medizintechnik-Unternehmen siedelt sich im Gebiet „Bollgraben“ in Steinbach an.

Den Schwarzwald im Hintergrund: Im „Bollgraben“ in Steinbach setzen die Verantwortlichen von Medifa den ersten Spatenstich. Foto: Nina Ernst

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Den Schwarzwald im Hintergrund: Im „Bollgraben“ in Steinbach setzen die Verantwortlichen von Medifa den ersten Spatenstich. Foto: Nina Ernst

Der nächste Schritt für den Umzug der Medifa Healthcare Group ist gemacht: Am Montag war für den Neubau des Medizintechnik-Unternehmens im Steinbacher Gewerbegebiet „Bollgraben“ Spatenstich. Dort werden die bisherigen Standorte der Firma, Rastatt und Ötigheim, zusammengeführt.

„Wir hoffen, dass wir hier schöne Produkte für die Krankenhäuser dieser Welt herausbringen“, freute sich Medifa-Geschäftsführer Wolfgang Hohnhaus auf die Zukunft, und auch über die Gegenwart zeigte er sich erfreut: „Wir sind auf seinem sehr guten Weg.“ „Was machen wir?“, habe vor zwei Jahren nämlich die Frage gelautet, und im Frühjahr dieses Jahres ist die Entscheidung gefallen, sich im „Bollgraben“ anzusiedeln. Hohnhaus richtete seinen Dank an die Baden-Badener Verwaltung und meinte mit Blick auf Rastatt, dass die Stadt keine großen Ambitionen gezeigt hätte, das Unternehmen zu halten.

300 Mitarbeiter ziehen in den Neubau

Und Baden-Baden habe in der Tat Gas gegeben, führte OB Margret Mergen aus: Anfang Juni sei der Bauantrag eingereicht worden, 13 Ämter seien dann über die Sommerpause damit beschäftigt gewesen. Geschäftsführer Christian Keller dankte weiter den vielen „starken Partnern“, die die Medifa an der Seite habe, darunter auch die Firma Goldbeck, die mit der Generalplanung betraut ist. Und Keller versprach: „Die große Party folgt im nächsten Jahr.“ Und zwar dann, wenn die rund 300 Mitarbeiter in den Neubau einziehen. Dieser besteht aus: 14.800 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche, 3.000 Quadratmeter Bürofläche, 5.000 Quadratmeter Außenanlage, 50 Fahrradstellplätze, drei E-Ladesäulen, Stellplätze für die Mitarbeiter und zwei Außenlager mit etwa 500 Quadratmeter Lagerfläche. Zuletzt hatten die Verantwortlichen von einem Investitionsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro gesprochen. Martin Schilling von der Firma Goldbeck verwies außerdem auf das nachhaltige Energiekonzept mit einem Blockheizkraftwerk und die modernen Arbeitsplätze.

„Die Mitarbeiter freuen sich darauf“, zeigte sich Hohnhaus überzeugt – vor allem vor dem Hintergrund, dass die Belegschaft noch vor einigen Jahren nicht wusste, ob es überhaupt mit dem Unternehmen weitergehe. Und nun würden sogar alle Arbeitsplätze erhalten und sogar ausgebaut werden. Und das an einem der „schönsten Bauplätze“ im „Bollgraben“, wie Margret Mergen meinte – mit Blick auf den Schwarzwald und mit Firmen in der direkten Nachbarschaft, von denen man profitieren könne.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nina Ernst

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Erstellt:
21. September 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
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