Neue Holzskulptur für Bühlertäler „Sternenweg“

Bühlertal (fvo) – Den bezeichnenden Titel „H-O-P-E“ trägt die neue Holzskulptur von Simon Stiegeler. Sie steht gegenüber dem Rathaus Bühlertal und soll zum Gang auf dem „Sternenweg“ motivieren.

Neuer Farbtupfer: Bürgermeister Hans-Peter Braun und Markus Dinger präsentieren die Holzskulptur.  Foto: Franz Vollmer

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Neuer Farbtupfer: Bürgermeister Hans-Peter Braun und Markus Dinger präsentieren die Holzskulptur. Foto: Franz Vollmer

Noch nie waren sie so wertvoll wie heute, möchte man meinen, diese vier Buchstaben. Und so ist es fast schon folgerichtig, dass jene 2,80 Meter große Holzfigur, die vor einer Woche gegenüber dem Rathaus Bühlertal Position bezogen hat, den Namen „H-O-P-E“ trägt. Das künftig illuminierte Kunstwerk stammt vom Schwarzwälder Holzkünstler Simon Stiegeler, auf dessen Kerbholz bereits die „Sternsucher“ gehen.
Rostiges quadratisches Fundament, hölzerner Sockel und eine geschlechtsneutrale, engelsgleiche Figur, die sich wie aus einem Guss gen Himmel windet und mit dem Griff nach dem Regenbogen förmlich positive Energie verströmt. Ein buntes Signal ins düsteren Corona-Zeiten. „Die Figur ist im ersten Lockdown als Zeichen der Hoffnung entstanden“, erklärt Bürgermeister Hans-Peter Braun die Neuerwerbung der Gemeinde bei der Vorstellung, an der der Künstler aus Grafenhausen im Hochschwarzwald passen musste. Stiegeler, dessen Familienbetrieb moderne Schwarzwälder Holzkunst inklusive Fastnachtsmasken entwirft, war lediglich bei der Installation vor einer Woche anwesend.

In Anlehnung an die Skulpturengruppe „Sternensucher“ auf dem Kriegerdenkmal ist sie ein Symbol des Aufwärtstrends, verbunden mit der Hoffnung, „dass es 2021 wieder besser wird und etwas aufwärts geht“, so Braun. Und auch wenn er nur zu gut weiß, dass „uns die Krise sicher noch ein bissel beschäftigt“, so sei es nicht zuletzt eine „Einladung, um in der adventlichen Zeit anzukommen“, so Braun.

Die aus einem Guss gearbeitet Figur ist aus Douglasie. Der würfelförmige Podest wiederum besteht aus Cortenstahl. „Das Material hat die Eigenschaft, dass es das Holz nicht angreift und rostet, wobei der Rostprozess irgendwann von selbst aufhört“, erklärt Thomas Heitzmann vom Bauamt/Abteilung Tiefbau. Was dem Ganzen eine schöne Tönung gibt.

Blickfang und Motivation

Die Installation der Figur – sie steht auf einer Grünstelle zwischen Hauptstraße und Bühlot unter einem ausladenden Baum – verdankt sich einer Anregung von Marianne Schäuble (vom Hotel „Bergfriedel“) vor rund drei Wochen, erzählt Braun, der umgehend Kontakt zur Sparkasse Bühl aufnahm. Die war sofort Feuer und Flamme und hat sich kurzerhand entschieden, die 2.000 Euro teure Figur gleich zur Gänze zur sponsern, wofür die Gemeinde „sehr dankbar“ ist.

Markus Dinger, Leiter der Sparkassen-Beratungscenters Bühlertal, sprach jedenfalls von einer „tollen Figur an markanter Stelle“, die, zumal mit der nächtlichen Illuminierung, für Autofahrer ein Blickfang und zudem Motivation sei, den Sternenweg zu begehen, was man gern unterstütze. Auch Silvia Hörth (Kommunikation) sprach von einer „tollen Ergänzung für den Sternenweg“, der kommendes Wochenende wieder eröffnet wird.

40 Anlaufstellen zum Innehalten

Diesen Schub erhofft sich auch Tino Rettig von der Touristinfo, wohlwissend, dass die Menschen mangels Adventsmarkt auch im Winter für solche Angebote zum Rausgehen dankbar sind. „Ein offizieller Akt findet in diesem Jahr natürlich nicht statt“, so Rettig. Es werden nur traditionell am Freitag vor dem ersten Advent die Sterne über der Bühlot (auch im Untertal) und an zentralen Plätzen im Ort wie dem Platz Faverges illuminiert.

Neben einem kleinen Rundweg entlang der Hauptstraße gibt es die drei Kilometer langen große Tour: Rund 40 Anlaufstellen zum Innehalten mit Sternen, Krippen und Sonderstationen, die von Einheimischen betreut werden. Start des Rundwegs ist wie gewohnt am Brunnenplatz beim Haus des Gastes. Der Weg selbst ist nur punktuell beleuchtet. Rettig empfiehlt daher, auf jeden Fall eine Taschenlampe mitzunehmen. Ob musikalische Akzente denkbar sind, wird man sehen, es gelte natürlich, größere Ansammlungen zu vermeiden.

Auch der Längenberger Adventskalender wird wieder „aufgelegt“. Ab dem Wanderparkplatz Gertelbach kann man im Eichendorff- und Längenbergweg einen Kilometer lang liebevoll dekorierte Fenster und Hausecken abwandern, wobei die Fenster täglich um ein Motiv erweitert werden. Flyer mit den Routen gibt es bei der Tourist-Info und im Einzelhandel.

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Erstellt:
21. November 2020, 09:00 Uhr
Lesedauer:
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