Neue Hülle für Baden-Badener Bertholdbad?

Baden-Baden (nof) – Sie ist nicht ansehnlich und nicht energieeffizient: die Glasfassade des Bertholdbads. Eine Sanierung strebt Stadtwerke-Chef Helmut Oehler deshalb über kurz oder lang an.

Die Fensterfront im Bertholdbad ist weder schön noch energieeffizient. Ein Austausch könnte sich rechnen.  Foto: Nico Fricke

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Die Fensterfront im Bertholdbad ist weder schön noch energieeffizient. Ein Austausch könnte sich rechnen. Foto: Nico Fricke

„Das ist noch nicht beschlossene Sache“, sagte Oehler jüngst bei einem Pressegespräch. „Das muss erst ausführlich in den Gremien besprochen werden.“ Doch werde sich die Maßnahme sicher bald rechnen, prognostizierte er. Hintergrund sei die steigende CO2-Bepreisung. „Das Heizen des Bades wird somit auch für uns immer teurer.“ Das bedeute, dass eine Fenstersanierung nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Perspektive bald Sinn ergeben könnte.

„Das ist ein Rechenspiel“

„Das ist ein Rechenspiel“, so Oehler. Schon im vergangenen Jahr habe er die Fassadenerneuerung durchkalkulieren lassen. „Damals hat sie noch haushoch verloren.“

Doch mit der seit Jahresbeginn geltenden gesetzlichen CO2-Bepreisung auf fossile Brennstoffe dürfte die Rechnung bald in die andere Richtung ausschlagen, ist er überzeugt. Die vorhandenen Fenster seien alles andere als energieeffizient – und auch nicht „sehr attraktiv. Deshalb wollen wir das Thema unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten angehen und diskutieren“, so Oehler. Wichtig sei es, die Bäder stets auf dem Stand zu halten und regelmäßig zu pflegen. „Sonst bekommt man große Probleme und muss sie vielleicht schließen.“

So hatten die Stadtwerke 2020 die Bodenfläche des Bertholdbades erneuern lassen, weil dort Schäden aufgetreten waren. In diesem Jahr wurden die Herrentoiletten saniert, sagte Thomas Müller, Leiter der Bäderbetriebe, bei der Eröffnung der Freibadsaison.

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
21. Mai 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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