Neue Kampagne für weniger Dreck

Rastatt (sl) – Mit einer neuen Kampagne bläst die Rastatter Stadtverwaltung zur Offensive für mehr Sauberkeit in der Stadt.

Die Stadt bläst zur Offensive für ein sauberes Rastatt – unter anderem mit großflächigen Plakaten. Foto: Vetter

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Die Stadt bläst zur Offensive für ein sauberes Rastatt – unter anderem mit großflächigen Plakaten. Foto: Vetter

Wenn man mit Rastattern über das redet, was ihnen an ihrer Stadt nicht gefällt, landet man schnell beim Thema Dreck in den Straßen. Im Rathaus ist man überzeugt, dass ein saubereres Rastatt letztlich nur Chancen hat, wenn die ganze Stadtgesellschaft mittut. Und dafür will man kräftig die Werbetrommel rühren: „Rastadthelden machen sauber“ heißt die neue Kampagne, deren Logo seit dieser Woche von gut 100 Plakaten im ganzen Stadtgebiet prangt.
Unter der neuen Dachmarke sollen künftig alle Aktionen laufen, die mit Stadtreinigung und Stadtsauberkeit zu tun haben, erklärt die Leiterin der Technischen Betriebe, Brigitte Majer. Natürlich wolle sich auch die Stadt ins Zeug legen, hat vier neue Mitarbeiter eingestellt und entsprechende Fahrzeuge angeschafft. Außerdem wurde ein Arbeitskreis und „Hotspot-Touren“ eingerichtet, die turnusgemäß und auf Zuruf über den Mängelmelder abgefahren werden. Und ob man mit der Versiegelung von Straßenbelag etwas gegen das Kaugummiproblem ausrichten kann, will man dieses Jahr noch testen.

Aufgabe aller Rastatter

Mehr Sauberkeit im Stadtbild sieht Citymanager Johannes Flau aber auch als Aufgabe aller Rastatter. Dafür soll künftig die Kampagne „Rastadthelden machen sauber“ sensibilisieren. Ersten Niederschlag findet sie in der Plakatwerbung für die 17. Auflage der Aktion „Saubere Stadt Rastatt“ vom 16. bis 21. März. „Jeder Einsatz eine Heldentat. Mach mit!“ steht auf den Plakaten, die junge Leute beim Aufräumen in der Pagodenburg-Anlage zeigen. Doch das soll nur ein Anfang sein. Unter der Dachmarke sollen alle Themen beworben werden, die mit Sauberkeit zu tun haben: Das kann von saisonalen Themen wie Konfetti nach Fastnacht und Laub im Herbst über Daueraufreger wie Zigarettenkippen und Kaugummi bis zu Reinlichkeit bei Veranstaltungen wie tête-à-tête oder Weihnachtmarkt gehen.

Mindestens genauso wichtig wie Plakataktionen dürften die geplanten Maßnahmen bei Youtube und Instagram sein. Hiefür haben sich die schon etwas gesetzteren Sauberfrauen und -männer der Stadtverwaltung jugendliche Verstärkung geholt. Schon im Herbst 2018 machten die aus einer Youtube-AG hervorgegangenen Josef-Durler-Studios von sich reden, als sie sich mit eindrucksvoller Kinowerbung gegen die Vermüllung der Stadt stark machten. Die Josef-Durler-Schüler sind auch bei „Rastadthelden“ wieder mit dabei und werden komplettiert von den Onetake-Studios, einer neuen Firmengründung ehemaliger Josef-Durler-Schüler. Der erste Film, der wie die Plakate die anstehende Sauberkeitswoche visualisiert, wurde am Freitagnachmittag produziert. Wenn alles geklappt hat, soll er schon am Samstag auf Instagram und Youtube zu sehen. „Eine Minute für die Umwelt“ lautet das Motto der bewusst kurz gehaltenen Videos, weitere sollen folgen.

Beim Pressegespräch hatten die jungen Leute am Freitag auch gleich eine Idee, wie sie ein Manko der Plakatkampagne wettmachen können: Die Filme sollen auch mit fremdsprachigen Untertiteln laufen. Die Plakate gibt es nämlich bis jetzt nur auf Deutsch.


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