Neue Kindertagesstätte für Plittersdorf

Rastatt (BT) – Am Montag beginnt der Bau der neuen Kindertagesstätte in Plittersdorf. Die Stadt Rastatt investiert 9,3 Millionen Euro.

Zunächst muss für den Neubau der problematische Lehmboden bis zu einer Tiefe von zweieinhalb Metern abgetragen werden. Ende 2022 soll die Kita fertiggestellt sein. Foto: Frank Vetter Vetter

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Zunächst muss für den Neubau der problematische Lehmboden bis zu einer Tiefe von zweieinhalb Metern abgetragen werden. Ende 2022 soll die Kita fertiggestellt sein. Foto: Frank Vetter Vetter

Bauzäune, Baucontainer und ein Kran stehen bereit: Am Montag wird die Baustelle eingerichtet, dann beginnen in Plittersdorf die Arbeiten zum Bau einer neuen Kindertagesstätte. Auf einer Grünfläche an der Riedstraße gegenüber der Altrheinhalle entsteht der eingeschossige, barrierefreie Neubau. Bis Ende 2022 soll die Kita fertiggestellt sein. Dann bietet sie Platz für insgesamt 145 Kinder.

Einstimmig hatte der Gemeinderat am 29. Juni vergangenen Jahres dem rund 9,3 Millionen Euro teuren Neubau zugestimmt, informiert die Stadtverwaltung. Die Stadt Rastatt kommt mit dem Bau zum einen dem gestiegen Bedarf an Kita-Plätzen im Ortsteil nach. Zum anderen lässt das jetzige Gebäude in der Orchideenstraße, in dem der katholische Kindergarten St. Raphael untergebracht ist, keine baulichen Veränderungen oder Erweiterungen zu, die notwendig wären, um dem heutigen Anspruch an Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen gerecht zu werden. Mit insgesamt sieben Gruppenräumen für fünf altersgemischte Kindergarten-Gruppen und zwei Krippen-Gruppen sowie sieben Kleingruppenräumen und Räumlichkeiten für vorschulische Bildung verfügt der Neubau über ausreichend Kapazitäten.

Ehe es an die Errichtung des eingeschossigen Gebäudes geht, muss zunächst der Untergrund hergestellt werden. In den kommenden Wochen wird dafür der lehmige und nicht tragfähige Erdboden bis zu einer Tiefe von rund zweieinhalb Metern abgetragen und die Grube mit versickerungsfähiger Erde wieder aufgefüllt. Um den Neubau zudem vor Hochwasser zu schützen, wird das Areal um einen halben Meter erhöht.

Baukörper als „Netz„

Ende August beginnen dann voraussichtlich die Arbeiten am Neubau selbst. Der Baukörper, hergestellt aus Recyclingbeton, soll einer Art „Netz“ entsprechen, das sich gegen die Landesstraße nach Norden abgrenzt und sich mit einem geschützten Außenbereich zu den Feldern hin öffnet. Alle Gruppen- und Intensivräume orientieren sich zum grünen Hof und sind über eine Terrasse miteinander verbunden. Foyer, Mehrzweckraum, Küche und Sanitäranlagen mit Behinderten-WC sollen später auch für Veranstaltungen außerhalb des Kitabetriebes genutzt werden.

Auch Nachhaltigkeit spiele beim Neubau eine große Rolle, so die Verwaltung. Neben der Verwendung von Recyclingbeton und der Nutzung mineralischer Dämmstoffe ist die Wärmeversorgung über Pellets gesichert. Zudem wird die gesamte Dachfläche begrünt.

Ein Kernstück des neuen Kindergartens wird der großzügige naturnahe Außenbereich sein, der Aspekte der angrenzenden Auenlandschaft aufnimmt. Die Kinder können hier die Natur mit allen Sinnen erleben.

Auch bei der späteren Bepflanzung des Außenbereichs sollen die charakteristischen Pflanzen und Materialien, die nahe dem Rhein zu finden sind, aufgegriffen werden.


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