Neue Schilder fürs Rebland mit prägnanten Elementen

Baden-Baden (nie) – Ein lang gehegter Wunsch geht im Rebland in Erfüllung: Gemeinsam bringen Stadt, BBT und Rebland-Akteure eine einheitliche Beschilderung auf den Weg. Fertigstellung: Frühjahr 2022.

Aus alt wird neu: Die derzeitigen Hinweisschilder in Varnhalt, Neuweier und Steinbach werden durch neue einheitliche ersetzt. Foto: Nina Ernst

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Aus alt wird neu: Die derzeitigen Hinweisschilder in Varnhalt, Neuweier und Steinbach werden durch neue einheitliche ersetzt. Foto: Nina Ernst

Touristische Destinationen bekanntmachen – auf digitalem Weg aber auch analog: Laut Oberbürgermeisterin Margret Mergen ist das ein erklärtes Ziel der Stadt Baden-Baden. Dazu gehört die neue Beschilderung im Rebland, die auch mit Leadermitteln gestemmt werden kann und ab Frühjahr 2022 ihren Dienst tun soll.
„Die Finanzierung ist gesichert, die Projektplanung steht“, wies Nora Waggershauser von der Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH (BBT) am Mittwoch in Steinbach auf den aktuellen Stand der Dinge hin. Wie berichtet, geht mit der Realisierung einer einheitlichen Beschilderung von Neuweier, Varnhalt und Steinbach ein großer Wunsch im Rebland in Erfüllung. Klaus Bloedt-Werner, Vorsitzender des Fördervereins Wein, Tourismus, Kultur und Kunst im Rebland, Thomas Goth, Geschäftsführer des Weinhauses am Mauerberg, und Ortsvorsteher Ulrich Hildner machten alle drei nochmals deutlich, dass es schon lange Jahre viele Bemühungen zu diesem Thema gegeben habe. Jetzt freue man sich „ganz gewaltig“, sagte Bloedt-Werner.

Leadermittel ausschlaggebend zur Realisierung

Ausschlaggebend für den jetzigen Erfolg sei die Förderzusage von Leader gewesen, erläuterte Ortsvorsteher Hildner. Denn frühere Bestrebungen seien auch an der Finanzierung gescheitert. So gibt es laut Waggershauser nun 24.000 Euro von Leader, die Restkosten von rund 23.600 Euro begleichen Stadt- und Ortsverwaltung.

Man hole sich nicht nur Ideen für Ziele aus dem Internet, sondern „lässt sich auch direkt vor Ort verführen“, erläuterte Oberbürgermeisterin Mergen einen Hintergrund des Projekts. Nora Waggershauser stellte heraus, dass die Pandemie „etwas mit den Menschen gemacht“ habe. Der gestiegene Stellenwert der Natur und von Aktiverlebnissen an der frischen Luft sei eine „große Chance“, um das Rebland touristisch „nach vorne zu bringen“. „Das Erlebnis Rebland ist uns ganz wichtig in Zukunft“, betonte Waggershauser. Und: „Urlaub in den Reben, das hat was.“

So könnten die „Hauptwegweiser“ aussehen: Ein Entwurf einer ersten Visualisierung für den Leader-Förderantrag. Visualisierung: BBT

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So könnten die „Hauptwegweiser“ aussehen: Ein Entwurf einer ersten Visualisierung für den Leader-Förderantrag. Visualisierung: BBT

Unter der Federführung der BBT ist dann auch das Gesamtkonzept entstanden, das am Mittwoch in der Rebland-Ortsverwaltung im Städtl vorgestellt wurde. Dabei spielen sowohl sogenannte Willkommensschilder als auch Hinweisschilder eine Rolle. Von den elf bereits vorhandenen Willkommensschildern aus Holz, die sich unter anderem an den Ortsein- und -ausgängen befinden, sollen sechs ganz neu gemacht werden; drei wurden bereits auf Eigeninitiative von Bürgern neu erstellt; zwei werden von Stadt und BBT lediglich überarbeitet. Dabei sei ein „einheitlicher Auftritt“ wichtig, der das Image des Reblands mit prägnanten Elementen wie dem Wein abbilde. Die Holzoptik bleibe erhalten, so die BBT-Chefin.

Hinweisschilder immer brandaktuell

Im Gegensatz dazu werden die innerörtlichen Hinweisschilder als Stahl-/Aluminiumkonstruktion gefertigt. Diese müssten nämlich vor allem funktional sein, sodass zugunsten der Aktualität einzelne Elemente stets ausgetauscht, weggenommen oder hinzugefügt werden könnten. Auf den Hinweisschildern finden sich nämlich Hotels, gastronomische Betriebe, Weingüter und Sehenswürdigkeiten. Die unterschiedlichen Bereiche sollen laut Waggershauser in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet werden. Fünf solcher Schilder sind geplant, und zudem 15 „Hauptwegweiser“. Diese sollen an prägnanten Stellen die Fahrtrichtung in die drei Reblandortschaften anzeigen. Wo die Schilder schließlich genau aufgestellt werden, das werde auch mit den einzelnen Betrieben abgestimmt. Denn „letztendlich ist es ein Gemeinschaftsprojekt“, so Waggershauser.

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Erstellt:
10. Juni 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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