Neue Verkehrsregelung am Goldkanal

Elchesheim-Illingen (as) – Dem Verkehrschaos am Goldkanal wollen die Behörden mit einer neuen Regelung einen Riegel vorschieben. Bis diese greift, wird an Pfingsten die Zufahrt für Pkw abgesperrt.

Das soll nicht mehr vorkommen: Wochenendausflügler aus dem ganzen Land sorgten 2020 am Goldkanal für Chaos. Foto: Michael Brenner/Archiv

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Das soll nicht mehr vorkommen: Wochenendausflügler aus dem ganzen Land sorgten 2020 am Goldkanal für Chaos. Foto: Michael Brenner/Archiv

Wild parkende Autos im Bereich des Goldkanals, die Rettungswege blockieren – dieses Thema beschäftigte vergangenes Jahr über Wochen Polizei und Verwaltungen und sorgte immer wieder für Schlagzeilen. Dieses Jahr soll es das nicht geben. Eine neue Verkehrsregelung mit Halteverbot und Einbahnregelung wurde angeordnet. Bis diese umgesetzt werden kann, will Elchesheim-Illingen ab dem Pfingstwochenende die Zufahrt zum Goldkanal verhindern.

Schranke wird geschlossen

„Wir machen die Schranke zu“, kündigte Bürgermeister Rolf Spiegelhalder am Montagabend in der Gemeinderatssitzung an. Denn bis die entsprechenden Schilder für die künftige Verkehrsregelung fertig sind und aufgestellt werden können, rechnet der Verwaltungschef mit sechs bis acht Wochen, wie der Gemeinderat durch eine Frage zum Sachstand des Verkehrskonzepts erfuhr. Gemeint war die sogenannte verkehrsrechtliche Anordnung der zuständigen Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt Rastatt, über die Spiegelhalder das Gremium bereits in der Vorwoche informiert hatte. Mittlerweile liegt sie schriftlich vor – und beinhaltet Einbahnstraßenregelung und Halteverbote im gesamten An- und Abfahrtsbereich des Goldkanals, wie die Pressestelle des Landratsamts auf BT-Anfrage erläutert. Darauf verständigt habe man sich bei einem Gespräch mit Behördenvertretern, Polizei, Feuerwehr und den Bürgermeistern von Steinmauern und Elchesheim-Illingen, auf deren Territorien der größte Baggersee des Landes liegt, erläutert Pressesprecher Michael Janke.

Uferstraße wird zur Einbahnstraße

Im Ergebnis soll die Uferstraße ab dem früheren Gelände des Kieswerks Illingen während der Bademonate von April bis Oktober zur Einbahnstraße werden – und zwar bis zum Viehtriebweg an der alten Eiche, präzisiert Janke. Ein Halteverbot wurde für den gesamten Bereich mit Begegnungsverkehr angeordnet, lediglich an drei Stellen dürfe künftig noch an der Straße geparkt werden. „Man hofft, dass das durch die Einbahnregelung klappt“, erklärt Janke. Oberstes Gebot sei es, die Rettungswege freizuhalten.

Sicherheitsdienst vorerst nicht im Einsatz

Das gelang vergangenen Sommer erst, als die Gemeinde im August einen Sicherheitsdienst engagierte. Rund 10.000 Euro habe das für fünf Wochen gekostet, blickte Spiegelhalder zurück. Im Gemeinderat wurden sogleich Stimmen laut, ein erneutes Verkehrschaos werde nur mit Hilfe von Überwachung zu verhindern sein. Was das für sechs Monate Badesaison kosten werde, könne sich jeder Gemeinderat anhand der Zahlen aus 2020 hochrechnen: „Das kostet dann richtig Geld, das muss Ihnen klar sein“, kommentierte der Bürgermeister dieses Ansinnen.

Hauptamtsleiter Patrick Strauss erinnerte das Gremium an die Vereinbarung, einen Sicherheitsdienst nur zu Spitzenzeiten einsetzen zu wollen. „Wir werden nun schauen, wie wir über die nächsten Wochen kommen“, kündigte er eine Beobachtung der Lage an. Bisher hat es dieses Jahr offenbar keine prekären Situationen am Goldkanal gegeben. Noch ist es allerdings auch zu kühl für Badegäste und Wassersportler.

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Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
20. Mai 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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