Neuer Dekan für Baden-Baden und Rastatt im Amt

Baden-Baden (up) – Mit einem feierlichen Gottesdienst ist am Samstag der neue Dekan für den evangelischen Kirchenbezirk Baden-Baden/Rastatt, Steffen Mahler, offiziell in sein Amt eingeführt worden.

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (rechts) führt den neuen Dekan Steffen Mahler in sein Amt ein. Foto: Ulrich Philipp

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Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (rechts) führt den neuen Dekan Steffen Mahler in sein Amt ein. Foto: Ulrich Philipp

Unter den eindrucksvollen Klängen des Posaunenchors unter der Leitung von Friedemann Schaber zogen die Kirchenoberen in die evangelische Stadtkirche ein, an der Orgel komplettierte Alain Ebert den ergreifenden musikalischen Rahmen. „Ich wünsche Ihnen, dass sie in Ihrem neuen Kirchenbezirk schnell heimisch werden“, sagte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh an den neuen Dekan gewandt und verlas den Text der Ernennungsurkunde. Dabei zitierte er auch aus der Bibel (Epheser 2.19): „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger und Hausgenossen Gottes“.

Cornelius-Bundschuh betonte die „große Bewegung der Versöhnung“ die von der Kirche ausgehe, „mit uns selbst, mit Gott und mit unseren Mitmenschen“. Er wünsche ihm viel Freude bei der Gestaltung des Hauses Gottes, sagte der Landesbischof an Mahler gewandt. Der erklärte in seiner Ansprache, zu den Aufgaben eines Dekans gehöre auch das Überbringen weniger erfreulicher Nachrichten.

Was er als seine Hauptaufgabe in den kommenden acht Jahren seiner Amtszeit versteht, beschrieb er mit der Frage: „Wie können wir lebendige Kirche sein und bleiben bei zurückgehenden Ressourcen?“ Spannende Gestaltungsaufgaben lägen vor den Gemeinden, er wolle die Zeichen der Zeit im Deutungshorizont des Glaubens erkennen, so Mahler.

Zahlreiche Hände werden symbolisch gereicht

Nach dem Gottesdienst fand im Innenhof des Dekanats ein Empfang statt, bei dem Gäste ihre Glückwünsche überbrachten und Geschenke überreichten. Mahlers katholischer Amtsbruder, Dekan Michael Teipel, hatte einen Stein aus der Sonnenuhr der Stiftskirche mitgebracht. „Auch nach dem größten Regen kann die Sonnenuhr eines Tages ihre Arbeit wieder aufnehmen“, sagte Teipel. Er erinnerte daran, dass die etwa 1.000 Jahre alte Stiftskirche als Mutterkirche der Stadt gelten könne und zeitweise evangelisch war.

Jörg Peter, erster Landesbeamter und Vertreter des Landrates, hieß den neuen Dekan im Namen des Landkreises Rastatt willkommen und überreichte ihm ein Heimatbuch.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen erklärte, in welche Stadt in Europa man auch komme, überall biete ein Kirchturm Orientierung, hier spiele sich das Leben ab. Das sehe sie auch im übertragenen Sinne so, Dekan Mahler reiche sie die Hand. „Gemeinsam können wir alle Probleme lösen“, erklärte die OB und überreichte ein Weinpräsent. Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Hans-Peter Behrens, bot ebenfalls Kooperation an in einer Phase großer gesellschaftlicher Veränderungen mit dem Klimawandel und der Pandemie. „Der Himmel strahlt, wer hätte das gedacht?“, stellte Mahler zum Abschluss fest und kündigte an, die ihm gereichten Hände gerne zu ergreifen. „So lässt es sich gut anfangen“, sagte der Dekan.

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Erstellt:
19. Juli 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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