Neuer Dekan für Baden-Baden/Rastatt liebt das Segeln

Baden-Baden (up) – Steffen Mahler, neuer Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Baden-Baden/Rastatt, legt großen Wert auf Ökumene.

Ute Müller, Steffen Mahler und Bischof Jochen Cornelius-Bundschuh (von links) nach dem Wahlvorgang bei der Synode in der Stadtkirche Baden-Baden.  Foto: Ulrich Philipp

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Ute Müller, Steffen Mahler und Bischof Jochen Cornelius-Bundschuh (von links) nach dem Wahlvorgang bei der Synode in der Stadtkirche Baden-Baden. Foto: Ulrich Philipp

Der Pfarrer Steffen Mahler ist neuer Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Baden-Baden/Rastatt. Bei der Synode am Freitagabend in der Stadtkirche der Kurstadt erhielt Mahler bereits im ersten Wahlgang 31 von 52 abgegebenen Stimmen. Für seinen Mitbewerber Oliver Wehrstein votierten 21 Wahlberechtigte. Mahler folgt damit auf den langjährigen Dekan Thomas Jammerthal, der am 1. September einen Verwaltungsposten im Oberkirchenrat in Karlsruhe angetreten hat. Der 43-jährige Mahler stammt aus Stühlingen bei Waldshut und ist derzeit Gemeindepfarrer in Efringen-Kirchen, außerdem kümmert er sich als stellvertretender Dekan um die Gläubigen im Kirchenbezirk Markgräflerland. Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh erinnerte die Wahlberechtigten an vier Kompetenzen, die ein Dekan mitbringen müsse. Ihm obliege die geistige Leitung der Gläubigen, dazu gehöre auch, das geistige Leben theologisch anzuregen. Ein Dekan habe weiter viel mit Menschen zu tun und müsse Personal führen können. Drittens benötige er einen Blick für Verwaltungsangelegenheiten und müsse schließlich auch repräsentieren können. „Bitte schauen Sie auf diese Ecken“, sagte Bundschuh an die Versammlung gewandt. Mahler betrat als erster Kandidat den Altarraum, um seine fünfzehnminütige Bewerbungsrede zu halten. Er sei leidenschaftlicher Segler, begann er, es sei ein Genuss, „hart am Wind“ dahinzugleiten. So sehe er auch seine zukünftigen Aufgaben.

Es kommt auf jeden Handgriff an

Wie beim Segeln käme es auch hier auf jeden Handgriff an, er sei begeistert von der „Gemeinschaft der Segelnden“ und strebe an, Teamgeist zu schaffen. „Der Wind der Veränderung weht uns ins Gesicht“, stellte er fest, „aber wenn Ruder und Segel richtig gestellt sind, ist der Wind die Voraussetzung dafür, dass wir vorwärtskommen. Ausrüstung und Verpflegung müssen aber stimmen“. Nach seinem Amtsantritt werde er zunächst schauen, was die Gemeinde auszeichne, wo möglicherweise der Schuh drücke und wo er anknüpfen könne. Als er sich über den Kirchenbezirk Baden-Baden/Rastatt informiert habe – so Mahler weiter – sei ihm bald klar geworden, dass Kirche und Glaube hier zusammengehörten, er empfinde Lust, die Gemeinde in ihrer Buntheit kennenzulernen.

Hobbys sind Kochen und Posaunespielen

Wichtig sei ihm die Ökumene, „die verschiedenen Weisen, Glauben zu leben, habe ich als Bereicherung erlebt“, erklärte er. Als Hobby gab er an, gerne zu kochen und Posaune zu spielen. Nach der Rede hatten die Anwesenden Gelegenheit, Fragen zu stellen. Wie er denn die Digitalisierung in der Kirche sehe, wollte jemand wissen. „Die Kirche hat sich im digitalen Bereich sehr kreativ gezeigt“, antwortete Mahler mit Blick auf Gottesdienste im virtuellen Bereich. „Das wird auch nach der Pandemie weitergehen“, kündigte er an. Neben der Wahl des neuen Dekans hatten die Anwesenden auch einen neuen Vorsitzenden der Kirchenbezirks zu wählen. Zur Nachfolgerin von Alexander Hoff wurde Ute Müller bestimmt. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre, die Amtszeit des Dekans dauert acht Jahre.

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Ulrich Philipp

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Erstellt:
12. Oktober 2020, 08:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 26sec

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