Neuer Geschäftsführer bei Mayr-Melnhof

Gernsbach (stj) – Kartonhersteller Mayr-Melnhof hat an seinem Standort in Obertsrot den Geschäftsführer gewechselt: Thomas Knapp heißt der neue Chef des Werks.

Thomas Knapp. Foto: Wolfgang Hummer

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Thomas Knapp. Foto: Wolfgang Hummer

Die Fabrik gilt als eins der effizientesten Recyclingkartonwerke Europas. Der 37 Jahre alte Österreicher ist seit 13 Jahren bei MM Karton in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig, zuletzt hatte er eine Werksleitung in Österreich inne. Er hat Konzernangaben zufolge zwei Studien abgeschlossen (Wirtschaftsingenieurwesen und Rechnungswesen/ Controlling). Knapp übernahm den Geschäftsführerposten in Obertsrot von Dr. Thomas Schmidt, der seit April 2018 bei MM Karton in Gernsbach tätig war und der nun zum MM-Standort in Baiersbronn gewechselt ist.

Abwasserreinigungsanlage wird erweitert, Kapazität gesteigert

Unterdessen hat vor kurzem ein sogenannter Scoping-Termin mit Vertretern der Stadt Gernsbach, des Landratsamts Rastatt und des Regierungspräsidiums Karlsruhe auf dem Werksgelände von Mayr-Melnhof in Obertsrot stattgefunden. Dabei ging es im Wesentlichen um die Rahmenfestlegung des Berichts der Umweltverträglichkeitsprüfung. Diese behandelt die Erweiterung der bestehenden Abwasserreinigungsanlage durch die Erhöhung der Abbauleistung über den Bau einer Anaerobstufe, erläutert MM-Pressesprecher Stephan Sweerts-Sporck: „Durch diese Technologie kann der Schlammanfall reduziert sowie Biogas gewonnen und für die Karton-Produktion CO2-reduzierend verwendet werden. Entnahme- und Einleitwerte aus/in die Murg bleiben unverändert (keine Änderung der wasserrechtlichen Genehmigung).“

Erst im vergangenen Jahr hat der Konzern mit Hauptsitz in Wien Millionen in seinen Standort Obertsrot investiert. Zur weiteren Verbesserung der Oberflächeneigenschaften der Recyclingkartonprodukte wurde ein neuer Kalander eingebaut. Die Wasseraufbereitungsanlage wurde ebenso rundum erneuert, wodurch für das Werk höhere Produktionsmengen möglich werden. Außerdem investierte MM Karton in die Steigerung der Energieeffizienz des Kraftwerks. Dadurch hält MM Gernsbach bereits jetzt die ab 2025 verbindlichen Emissionsgrenzwerte ein, betont das Unternehmen, das in Gernsbach mehr als 250 Leute beschäftigt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
8. Mai 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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