Neuer Mega-Hangar entsteht am Baden-Airpark

Rheinmünster (sre) – Air Hamburg baut derzeit die größte Halle des Flughafens Baden Airpark. Nun wurde Richtfest gefeiert. Mit dem neuen Hangar wird ein wichtiges Signal für den Gewerbepark gesetzt.

Geschäftsführer Jost Hofmann steht die Freude über den neuen Hangar ins Gesicht geschrieben. Foto: Sarah Reith

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Geschäftsführer Jost Hofmann steht die Freude über den neuen Hangar ins Gesicht geschrieben. Foto: Sarah Reith

Es ist ein Projekt mit riesiger Dimension: Derzeit lässt Air Hamburg Technik im Sektor A des Baden Airparks einen eigenen Hangar bauen. Das ist nicht nur für das Unternehmen selbst ein großer Schritt, sondern auch ein wichtiges Signal für Flughafen und Gewerbepark: Es entstehen neue Arbeitsplätze, zudem bietet die Halle die Möglichkeit, auch Flugzeuge wie die Boeing 737 oder den Airbus A320 zu warten. Das war bislang in keiner Halle am Airpark möglich.

„Das ist die größte Halle, die wir hier haben“, machte Uwe Kotzan, Geschäftsführer der Baden Airpark GmbH, am Donnerstag am Rande des Richtfests deutlich. Der Bereich Wartung am Baden Airpark werde durch das Projekt und die damit verbundenen Möglichkeiten „auf ein neues Niveau gehoben“. Auch Rheinmünsters Bürgermeister Helmut Pautler betonte im Gespräch mit dieser Zeitung, der neue Hangar sei ein gutes Signal für den Standort: „Während andernorts Arbeitsplätze abgebaut werden, legen wir hier zu.“

Rund 11,5 Millionen Euro kostet das Vorhaben

Zum Richtfest des Großprojekts hatte das Unternehmen am Donnerstag Mitarbeiter, Flughafenvertreter und Handwerker in die große Halle gebeten, während im Außenbereich fleißig weiter gearbeitet wurde. Der Zeitplan ist straff, wie Jost Hofmann, Geschäftsführer der Air Hamburg Technik, berichtete: Im Juli dieses Jahres erfolgte der erste Spatenstich, im Frühsommer 2022 soll der Hangar übergeben werden. Dann wird das Unternehmen von einer derzeit angemieteten Halle am Airpark in den Neubau umziehen. Derzeit sei man noch im Kostenplan, sagte Hofmann: 11 bis 11,5 Millionen Euro soll die Halle kosten.

Mit Büros und Hangar entstehen laut Hofmann insgesamt 5.390 Quadratmeter Nutzfläche. Mehr als 5.000 Quadratmeter stehen außerdem im Außenbereich als Abstellfläche zur Verfügung. 60 bis 70 Mitarbeiter will der Wartungsbetrieb der Air Hamburg mittelfristig am Standort beschäftigen – derzeit sind es 42 Mitarbeiter.

„Wir fühlen uns mit Baden verbunden“

Ursprünglich habe man erwogen, die Halle kleiner zu bauen, berichtete Betriebsleiter Daniel Hohlfeld. Aber weil es am Airpark noch keine Halle in dieser Größe gebe, habe man sich für die nun realisierte Dimension entschieden. So kann der Hangar bei Bedarf auch an Airlines vermietet werden. Doch auch die Air Hamburg Technik selbst kann die Größe gut gebrauchen: Fünf Jets auf einmal passen in die Halle. Aber auch das neue Flaggschiff der Air Hamburg, die Embraer 190 mit Platz für 100 Passagiere, findet Platz.

Geschäftsführer Hofmann war die Freude über den Neubau anzusehen: „Es ist überwältigend, in dieser Halle zu stehen“, sagte er mit einem Lächeln. Doch die Investition bedeute auch einen großen Druck: Schließlich müsse der Hangar ausgelastet werden. Doch die Air Hamburg, deren Kerngeschäft die Vermarktung von Privatjets ist, ist auf Wachstumskurs. Das gilt auch für das Wartungsunternehmen der Luftverkehrsgesellschaft. Dieses hat seinen Sitz am Baden Airpark. Mit dem Neubau hat man die Verbindung ins Badische nun langfristig zementiert. „Wir fühlen uns mit Baden verbunden“, betonte der geschäftsführende Gesellschafter der Air Hamburg, Floris Helmers. Das Unternehmen verfügt derzeit über 44 Maschinen, bis 2030 sollen es laut Hofmann 100 werden. Sie alle landen künftig in Söllingen, wenn die Wartung ansteht.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
16. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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