Neuer OB-Kandidat in Baden-Baden

Baden-Baden (BT) – Der ehemalige Galerie-Leiter Peter Hank will für die Partei „Die Basis“ bei der Oberbürgermeisterwahl in Baden-Baden antreten. Noch hat er seine Bewerbung aber nicht abgegeben.

Von der Kultur in die Politik: Peter Hank ist der frühere Leiter der städtischen Galerie Fruchthalle. Foto: ARTIS-Uli Deck

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Von der Kultur in die Politik: Peter Hank ist der frühere Leiter der städtischen Galerie Fruchthalle. Foto: ARTIS-Uli Deck

Rund zwei Monate vor der OB-Wahl in Baden-Baden hat sich ein weiterer Bewerber aus der Deckung gewagt: Peter Hank will für die Partei „Die Basis“ antreten. Das hat er am Rande einer Kundgebung auf der Fieserbrücke am Sonntag bekannt gegeben. Dort hatten sich mehr als 1.000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.

Hank, der 17 Jahre lang die städtische Galerie Fruchthalle in Rastatt leitete, ist einer der Organisatoren der wöchentlichen Demonstrationen. Der 67-Jährige gehört zudem zu den Gründungsmitgliedern der Ortsgruppe Baden-Baden der Partei „Die Basis“. Diese hat sich im vergangenen Dezember formiert. Damals teilte die Partei mit, man wolle mit solchen Ortsgruppengründungen unter anderem den basisdemokratischen Anspruch der Partei auf kommunaler Ebene umsetzen. Hank, der in Lichtental lebt, wurde zu einem der beiden Sprecher der Gruppe gewählt.

Basisdemokratie ist ihm ein wichtiges Anliegen, wie er am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich machte. Vor diesem Hintergrund wolle er seine Kandidatur nur bei einem einhelligen Votum aller Mitglieder seiner Partei in Baden-Baden umsetzen. Noch habe er seine Bewerbung deshalb nicht eingereicht. Die Unterstützung des engeren Kreises seiner Ortsgruppe hat er allerdings schon, wie er berichtete. Aus den Reihen seiner Partei kam schließlich erst die Anfrage an ihn, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könnte. Hank befindet sich nun im „Bewerbungsmodus“, wie er es nannte.

Interviewtermin abgelehnt

Fragen zu seinem politischen Engagement, seiner Haltung zu den Corona-Maßnahmen und seiner Motivation für die OB-Kandidatur wollte er am Montag noch nicht beantworten. Einen Interviewtermin mit dieser Zeitung lehnte er vorerst ab: Dies halte er zum jetzigen Zeitpunkt für „verfrüht“, sagte Hank. Dafür werde sich nach Bewerberschluss noch genügend Gelegenheit finden.

Politisch ist der studierte Historiker und Religionswissenschaftler erst in der jüngeren Vergangenheit in Erscheinung getreten. In der Region ist er aber im kulturellen Bereich nicht unbekannt. Erst Ende 2020 wurde der Leiter der Galerie Fruchthalle in den Ruhestand verabschiedet. Bis dahin hatte er 17 Jahre lang in dieser Position gewirkt und rund 70 Ausstellungen gestaltet. Frühere Stationen seiner Laufbahn waren ein Museumsvolontariat im Elztalmuseum in Waldkirch und die Leitung einer Privatgalerie in Freiburg. Ab 1993 war er in Rastatt tätig, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtarchiv. Zudem hat Hank Bücher zu verschiedensten Themen veröffentlicht, darunter historische Beiträge etwa zu den Anfängen der Volksschauspiele Ötigheim, aber auch den Gedichtband „Unter der Drachenkiefer“.

Die Baden-Badener OB-Wahl findet am 13. März statt. Außer Hank hat bisher nur Amtsinhaberin Margret Mergen (CDU) ihre Kandidatur bekannt gegeben. Zudem haben die Grünen angekündigt, dass sie einen Kandidaten ins Rennen schicken wollen.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
10. Januar 2022, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

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