Neuer Rektor an Realschule Durmersheim

Durmersheim (as) – Frederik Rittler ist der neue Rektor an der Realschule Durmersheim. Mit einem Konzept, das auf vier Säulen beruht, will er die Schule weiter voranbringen.

Als Schlagzeuger ist es Frederik Rittler gewohnt, den Takt vorzugeben – eine Fähigkeit, die der Pädagoge wohl auch als neuer Rektor brauchen kann.  Foto: Nadine Beie

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Als Schlagzeuger ist es Frederik Rittler gewohnt, den Takt vorzugeben – eine Fähigkeit, die der Pädagoge wohl auch als neuer Rektor brauchen kann. Foto: Nadine Beie

Die Sommerferien hat Frederik Rittler diesmal weitgehend in der Realschule Durmersheim verbracht. Denn für den erst kurz vor Ferienbeginn ernannten neuen Rektor gab und gibt es viel zu tun.

Dabei kommt dem 42-jährigen Deutsch- und Musiklehrer zugute, dass er bereits seit 2018 in Durmersheim unterrichtet und somit mit den Gegebenheiten und den Menschen vertraut ist – „auch wenn die neue Position viele neue Herausforderungen mit sich bringt“, wie der Vater von zwei Töchtern (vier und sieben Jahre) lachend feststellt.

Froh ist er über die Unterstützung durch die beiden Konrektorinnen Stefanie Berlinger und Petra Kohla (sie war seit dem Weggang von Tatjana Rosenau kommissarische Schulleiterin) und das erweiterte Schulleitungsteam mit Steffen Dinter, Klaus Rauch, Manfred Lutz, Melanie Frisenda und Désirée MacInally. Die Aufgaben seien definiert, vieles mit Blick auf das neue Schuljahr bereits vorbereitet gewesen, sagt Rittler, der bisher schon im erweiterten Schulleitungsteam bei den Themen Digitalisierung und musikalisches Profil mitgearbeitet hatte.

Das Konzept für die Schule

Als Schlagzeuger ist der Bietigheimer es gewohnt, den Takt vorzugeben – eine Fähigkeit, die er wohl auch als neuer Rektor brauchen kann. Sein Konzept fußt auf vier Säulen, wie er das nennt: Den offenen Ganztagsbetrieb weiterentwickeln, die Digitalisierung weiter vorantreiben, die „hervorragende“ Berufsorientierung weiter stärken und den musischen Zug mit Bands, Chor, kleinem und großen Orchester (nach Corona) wiederbeleben und die Schüler dafür begeistern. Es gebe Überlegungen, dazu auch externe Kooperationspartner und Vereine ins Boot zu holen, verrät er.

In Sachen Digitalisierung nennt der passionierte Hobbykoch zum einen die in drei Stufen geplante Sanierung der Realschule. Voraussichtlich in der ersten Woche nach den Ferien werde es auch endlich WLAN im Schulgebäude geben. Zudem kommen iPads für die rund 50 Lehrkräfte, 120 zum Ausleihen an die Schüler sind bereits vorhanden. Ein großes Lob spricht der Schulleiter in diesem Zusammenhang der Gemeinde als Schulträger für die große Unterstützung aus.

Pandemiebedingte Lücken aufarbeiten

Unterstützung, das ist auch so eine Sache, die Rittler umtreibt. Den insgesamt rund 640 Schülern die Möglichkeit zu geben, pandemiebedingte Lernlücken aufzuarbeiten, das ist ihm ein großes Anliegen. Neben schulinternen Lernbrücken seit Februar sowie den vom Land geförderten in den Sommerferien wird für alle Klassen in Mathe, Deutsch und Englisch deshalb die Online-Lernplattform „kapiert.de“ eingerichtet. „Dort gibt es Erklärvideos und passgenaue, am Unterrichtsmaterial orientierte Übungen für die Schüler – und auch die Lehrer können darüber den Wissensstand abfragen, Unterrichtsthemen einstellen oder Aufgaben zum selbstständigen Lernen“, erläutert Rittler. Finanziert werde das vom Förderverein, worüber er sich sehr froh zeigt.

Noch viel zu tun vor dem Schulstart

Das Aufgabenheft des Schulleiters ist bis zum Unterrichtsstart kommenden Montag noch prall gefüllt. Zum einen wartet Rittler wie seine Kollegen noch auf die angekündigten neuen Corona-Vorgaben zum Schulbeginn, zum anderen steht durch Ausfälle und den tragischen Unfalltod eines Lehrers in den Ferien auch der Stundenplan noch nicht. Auch für Trauerarbeit mit Schülern und Kollegen muss vorgesorgt werden. Die Schulsozialarbeiterin sei ebenso wie eine Kollegin eingebunden, die eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin gemacht hat, ist Rittler froh über Hilfsangebote, die in den Ferien schon anliefen.

Und dann ist da noch die Sache mit Lüftungsgeräten und CO2-Ampeln für die Klassenzimmer. „Anträge laufen“, sagt Rittler, aber eine Entscheidung gebe es noch nicht. Bisher hat die Realschule noch keine Lüftungsgeräte und zwei CO2-Ampeln. Mit Maskenpflicht und wie bisher zwei Antigen-Schnelltests pro Woche hofft er, dass der Schulbetrieb coronafrei anlaufen kann.


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