Neuer katholischer Dekan in Rastatt gesucht

Rastatt/Gernsbach (ema) – Mitten in dem wohl größten Umbruch der katholischen Kirche in Baden und damit auch im Dekanat Rastatt wendet sich Dekan Josef Rösch neuen Aufgaben zu.

Gibt das Amt des Dekans ab und will sich künftig auf die Pfarrseelsorge konzentrieren: Josef Rösch. Foto: Egbert Mauderer/Archiv

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Gibt das Amt des Dekans ab und will sich künftig auf die Pfarrseelsorge konzentrieren: Josef Rösch. Foto: Egbert Mauderer/Archiv

Laut Mitteilung der Erzdiözese Freiburg wird der 59-Jährige ab 24. Juni kommenden Jahres leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Rust im Dekanat Lahr. Erzbischof Stephan Burger habe seiner Bitte entsprochen, in den kommenden Jahren wieder ganz in der Pfarrseelsorge arbeiten zu dürfen, schreibt Rösch im aktuellen Pfarrbrief.

Der Seelsorger war nach dem Theologiestudium zunächst als Vikar in Breisach und Konstanz tätig, wirkte ab 1993 als Pfarrer in Graben-Neudorf und betreute von 2000 bis 2009 die ehemalige Seelsorgeeinheit Karlsruhe-Durlach, ehe er als leitender Pfarrer die Seelsorgeeinheit Gernsbach übernahm. Im Jahr 2013 wurde er zum Rastatter Dekan und Nachfolger von Gerold Siegel berufen.

„Komme an meine Grenzen“

„Das ist jetzt grundsätzlich ein geeigneter Zeitpunkt, um noch mal über einen Wechsel nachzudenken“, sagte Rösch dieser Zeitung und räumt zugleich ein, dass er in dem Doppelamt „merke, dass ich an meine Grenzen komme“.

Die Ernennung eines neuen Rastatter Dekans ist für den Frühsommer vorgesehen; die Stelle des leitenden Pfarrers der Seelsorgeeinheit Gernsbach werde im Februar im Amtsblatt der Erzdiözese Freiburg ausgeschrieben, heißt es aus dem Ordinariat.

Das Dekanat Rastatt umfasst derzeit 37 Pfarreien, die in neun Seelsorgeeinheiten mit rund 81.400 Katholiken zusammengefasst sind. Rund 30 pastorale Mitarbeiter (Pfarrer sowie Gemeinde- und Pastoralreferenten) sind aktiv. Die Zahl wird jedoch sinken. Im Zuge der Reform „Kirchenentwicklung 2030“ wird es künftig mehr auf die Ehrenamtlichen ankommen. Formell wird das Dekanat Rastatt in eine nördliche (Rheinebene) und eine südliche (Murgtal) Großpfarrei aufgeteilt. Gerechnet wird damit, dass die ersten neuen Pfarreien im Erzbistum Ende 2025 an den Start gehen werden.


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