Neues Fahrzeug für die Feuerwehr Baiersbronn

Baiersbronn (ans) – Mit dem neuen Prototyp der Feuerwehr Baiersbronn können auch Großtiere gerettet werden. Auch in Forbach soll das seltene Katastrophenschutzfahrzeug zum Einsatz kommen.

Echter Allrounder: Die Feuerwehr Baiersbronn soll in anderthalb Jahren einen „Gerätewagen Logistik“ bekommen. Foto: Martin Frey/Feuerwehr Baiersbronn

Echter Allrounder: Die Feuerwehr Baiersbronn soll in anderthalb Jahren einen „Gerätewagen Logistik“ bekommen. Foto: Martin Frey/Feuerwehr Baiersbronn

Die Feuerwehr Baiersbronn bekommt ein neues Fahrzeug. Sogar ein spezielles Modul soll es bekommen, mit dem Großtiere wie Rinder und Pferde gerettet werden können. Bisher gibt es vom ersten Prototyp nur vier Stück in Baden-Württemberg. Auch in Forbach soll das Auto zukünftig zum Einsatz kommen.

„Wir kriegen dann den Prototyp 2“, erläutert Martin Frey. Er ist Kommandant der Gesamt-Feuerwehr Baiersbronn und Abteilungskommandant in Klosterreichenbach. Das Vorgängermodell sei beispielsweise in Baden-Baden und in Ötisheim bei Pforzheim schon im Einsatz, weiß Frey. In knapp anderthalb Jahren wird das neue Katastrophenschutzfahrzeug dann der Gemeinde Baiersbronn zur Verfügung stehen und dort fest stationiert sein.

Gegenseitige Hilfe ist selbstverständlich

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, wie der Feuerwehrmann mitteilt. Mit einem Schnellwechselsystem können Module ausgetauscht werden. Der Wechsel ist je nach Bedarf möglich. Daher könne das Auto auch bei Katastrophen wie Ölunfällen und Hochwasser unterstützend zum Einsatz kommen. „Das Modul Wasser ist immer drauf“, das sei verpflichtend, betont Frey. Auch ein Kran ist fest installiert. Das Fahrzeug ist also ein echter Allrounder. Es komme immer mal wieder vor, dass Großtiere geborgen werden müssen. Doch „das Modul zur Großtierrettung hat kaum jemand“. Daher werde das Einsatzfahrzeug auch nach Forbach fahren, ist der Kommandant sich sicher. Schließlich „kommt die Feuerwehr Forbach auch nach Baiersbronn“, beispielsweise bei einem großen Brand. Es sei selbstverständlich, sich gegenseitig zu helfen. Ohnehin pflege man regen Kontakt zu den angrenzenden Gemeinden.

Wassertank fasst insgesamt 4.000 Liter

„In Baiersbronn ist die Wasserversorgung schlecht“, berichtet der Feuerwehrkommandant. Besonders kritisch ist das, weil die umliegenden Wälder einen großen Bereich einnehmen. Zudem ist Baiersbronn die zweitgrößte Flächengemeinde in Baden-Württemberg. Größer ist nur Stuttgart.

Der Tank des neuen Autos fasst insgesamt 4.000 Liter Wasser. Daher ist die Anschaffung für die Gemeinde besonders wichtig. Auch für Waldbrände in Forbach könnte der Prototyp genutzt werden, wenn es denn nötig sein sollte, bestätigt Frey auf Nachfrage dieser Redaktion. Die Kosten für das Katastrophenschutzfahrzeug betragen 380.000 Euro, schreibt der Schwarzwälder Bote. Der Kreistag des Landkreises Freudenstadt hat einen Zuschuss von 70.000 Euro für den Kauf bewilligt.

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
24. Januar 2022, 16:43 Uhr
Lesedauer:
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