Neueste Technik für Kläranlage in Rotenfels

Gaggenau (stj) – Der Abwasserverband Murg erweitert seine Kläranlage und erhält dafür vom Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro.

Der Abwasserverband Murg optimiert seine Kläranlage in Bad Rotenfels und kann so künftig deutlich mehr Spurenstoffe eliminieren. Foto: Nora Strupp

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Der Abwasserverband Murg optimiert seine Kläranlage in Bad Rotenfels und kann so künftig deutlich mehr Spurenstoffe eliminieren. Foto: Nora Strupp

Mit dem Bau einer neuen Verfahrensstufe sollen in Zukunft Spurenstoffe bei der Abwasserreinigung beseitigt werden.

Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) spricht von einer „wichtigen Investition in die Trinkwasserversorgung und in den Gewässerschutz“: Denn kommunale Kläranlagen mit konventioneller Reinigung könnten Spurenstoffe – insbesondere Arzneimittelrückstände wie Antibiotika, Mittel mit hormonellen Wirkungen, Psychopharmaka oder Betablocker – nur zu einem kleinen Teil entfernen, da sie auf Kohlenstoffabbau und Nährstoffelimination ausgelegt seien. „Das Erweitern der Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe reduziert den Eintrag dieser Stoffe in unsere Gewässer auf ein Minimum“, betont Walker.

Deutlich mehr Spurenstoffe werden eliminiert

„Wir möchten den Bürgern bestmögliches Wasser bieten, weshalb es uns ein wichtiges Anliegen ist, diese Stoffe herauszufiltern“, betont Oberbürgermeister Christoph Florus als stellvertretender Verbandsvorsitzender: Die vor rund einem Jahr im Verband beschlossene Erweiterung der Kläranlage „stellt für uns eine Zukunftsabsicherung dar und wir sind sehr froh, dass wir dabei Unterstützung vom Land bekommen haben.“ Damit investiere der Abwasserverband Murg in eine „nachhaltige und zukunftsorientierte Abwasserbehandlung“, freute sich auch Regierungspräsidentin Sylvia Felder.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 6,25 Millionen Euro. Mit dem Zuschuss des Landes werde die Kläranlage Gaggenau auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Hierzu soll die Kläranlage in den nächsten drei Jahren um eine Behandlungsstufe zur Spurenstoffelimination mit Pulveraktivkohle sowie einer nachgeschalteten Filtrationsstufe erweitert werden. „Mit der Erweiterung des Gruppenklärwerks Gaggenau bauen die Betreiber der Kläranlagen in Baden-Württemberg ihre bundesweit führende Rolle weiter aus, wenn es um das Eliminieren von Spurenstoffen geht“, freut sich Umweltministerin Thekla Walker in der Mitteilung aus Stuttgart. Man stelle so eine nachhaltige und zukunftsorientierte Abwasserbehandlung sicher. Es handle sich daher um „eine wichtige Investition in die Trinkwasserversorgung und in den Gewässerschutz“.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
25. August 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
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