Neun Infizierte im Kinder- und Jugendheim

Baden-Baden (sga) – Nachdem im Kinder- und Jugendheim eine Mutation des Coronavirus ausgebrochen ist, hat es keine besorgniserregenden Krankheitsverläufe gegeben. Betroffen sind neun Personen.

Im Kinder- und Jugendheim befinden sich viele Mitarbeiter und Bewohner in Quarantäne. Foto: Harald Holzmann/Archiv

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Im Kinder- und Jugendheim befinden sich viele Mitarbeiter und Bewohner in Quarantäne. Foto: Harald Holzmann/Archiv

Nachdem im Kinder- und Jugendheim eine Mutation des Coronavirus ausgebrochen ist, saß der Schock tief. „Positiv ist allerdings, dass bisher keine weiteren Fälle aufgetreten sind“, sagt Andrea Hesch, pädagogische Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendheims in Baden-Baden. Den Beteiligten vor Ort gehe es gut.

Die Infektion der sechs Kinder und drei Mitarbeiter ist am Montag, 8. Februar, aufgefallen (wir berichteten). „Wir haben sofort reagiert“, so Hesch auf BT-Anfrage. Betroffene und mögliche Kontaktpersonen seien umgehend in Quarantäne geschickt worden: „Was die infizierten Kinder betrifft, dürfen diese noch nicht mal das Zimmer verlassen.“ Laut Benjamin Wedewart, Pressesprecher vom Landratsamt in Rastatt, sind derzeit 110 Kontaktpersonen bekannt.

Um weitere Infektionen auszuschließen, wurden deshalb alle Gruppenmitglieder der jeweiligen Kinder fünf Tage nach dem Ausbruch der Mutation getestet. „Vorher macht das keinen Sinn, denn das Virus braucht eine gewisse Zeit, um sich zu verbreiten“, erklärt Hesch.

Pendel-Quarantäne für Mitarbeiter

Weil trotz der aktuellen Situation die Arbeit nicht weniger wird „und wir auf das Personal angewiesen sind“, wird auch dort auf die Kontakte geachtet. Deshalb befinden sich die Mitarbeiter in einer sogenannten Pendel-Quarantäne. „Das bedeutet, dass diese Personen ausschließlich die Wege in die Arbeit und wieder zurück nach Hause antreten.“ Dabei zeige das Personal großes Verständnis für die Umstände – „was nicht selbstverständlich ist“, immerhin geht es um einen möglicherweise lebensbedrohlichen Virus.

Was den Gesundheitsstand der Infizierten betrifft, ist die Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendheims guter Dinge: „Aktuell gibt es keine besorgniserregenden Krankheitsverläufe, es geht allen Betroffenen soweit gut.“ Trotzdem: „Die pädagogische Arbeit leidet darunter natürlich. Sie ist einfach schwer umzusetzen, wenn die Kinder die Zeit in ihren Zimmern verbringen müssen.“

Da es sich bei dem Virus um eine Mutation handele, müssen alle Betroffenen auch nicht nur zehn, sondern 14 Tage in Quarantäne verbringen. Wenn diese beendet worden ist, folgt ein erneuter Test. Nur so könne die Infizierung ausgeschlossen werden.

Ihr Autor

BT-Volontärin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
16. Februar 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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