Neusatzer Ampel sorgt für Unmut

Bühl (mf) – Eine dunkle Ampel sorgt in Neusatz für Unmut: Da auf der sanierten L83a noch die nötigen Markierungen fehlen, müssen Schulkinder aktuell die Straße ohne Querungshilfe passieren.

Schnell rennen, bevor ein Auto kommt: In Neusatz müssen Schulkinder derzeit auf die Ampel verzichten. Foto: Martina Fuß

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Schnell rennen, bevor ein Auto kommt: In Neusatz müssen Schulkinder derzeit auf die Ampel verzichten. Foto: Martina Fuß

Die L83a in Neusatz ist wie angekündigt ab dem kommenden Wochenende wieder bis Bühlertal durchgängig befahrbar. Tragschicht und Straßendecke sind am Dienstag, dem Tag der Ortschaftsrat-Sitzung, eingebaut worden. Lediglich Markierungsarbeiten stehen noch aus, die jedoch auch noch diese Woche erfolgen sollen.
Für Kopfschütteln und „totales Unverständnis“ beim Neusatzer Ortsvorsteher und den Ortschaftsräten sorgt die Tatsache, dass die Ampel in der Ortsmitte aus gesetzlichen Gründen nicht angeschaltet werden darf, solange die Markierung – in diesem Falle die Haltelinie für die Autos – noch nicht angebracht ist.

„Auf unsere Nachfrage und Bitte hin, doch wegen des Schulbeginns die Ampel anzuschalten, haben wir die Information erhalten, dass das nicht möglich sei. Als ob nicht eine rote Ampel als klares Zeichen für ein Stopp ausreichend genug wäre. Stattdessen gehen die Schulkinder jetzt ohne Ampel über die Straße, nur weil die Haltelinie für die Autos fehlt“, zeigte sich Ortsvorsteher Hans Wilhelm Juchem verärgert über die Situation. Erst wenn die Farbe trocken ist, werde die Ampel wieder angeschaltet.

Simon Westermann (FW) fragte, ob in diesem Zuge nicht auch die Grünphase verlängert werden könnte. „Für Kinder und ältere Menschen sind die sechs Sekunden definitiv zu kurz. Wenn während der Überquerung die Ampel schon auf Rot springt, verunsichert das vor allem die Kinder“, so Westermann. Auch bei dieser Frage äußerten die Bürgervertreter ihren Unmut, denn Hans-Wilhelm Juchem erinnerte daran, dass der Ortschaftsrat diese Bitte schon einmal bei der Stadtverwaltung eingebracht habe. „Vor einem Jahr, ohne dass sich bis heute etwas getan hätte“, so der Ortsvorsteher. Er werde die Anfrage um Verlängerung der Grünphase noch einmal einbringen.

Omerskopfstraße: Teilabschnitte zusammengelegt

Konkretisiert hat sich mittlerweile auch der Sanierungsplan für die Omerskopfstraße bis auf Höhe der oberen Eimündung der Frankenbachstraße. Die drei geplanten Teilabschnitte werden zusammengelegt, um die Maßnahme früher abschließen zu können. „Das bringt Zeit- und Kostenvorteile. Anstatt wie ursprünglich geplant Ende Oktober ist die Straße voraussichtlich schon ab 9. Oktober wieder befahrbar“, berichtete Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem von den Planungs-Gesprächen mit dem Regierungspräsidium und der Baufirma Grötz.

Während der Sanierungsarbeiten ist die Durchfahrt nicht möglich, für den Durchgangsverkehr bleibt die Omerkopfstraße gesperrt. Die Anwohner erhalten allerdings entsprechende Durchfahr-Genehmigungen. Lediglich an den Tagen, an denen der Belag abgefräst wird (22. und 23. September) und die Asphaltschichten aufgetragen werden (5. und 6. Oktober) wird die Strecke auch für die Anwohner gesperrt sein.

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Erstellt:
16. September 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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