„Nicht so auf die Pelle rücken“

Rastatt (fuv) – Es kam doch nicht so schlimm wie befürchtet: Der kommunale Ordnungsdienst musste am Wochenende an den Badeseen in Ottersdorf und Wintersdorf nicht restriktiv eingreifen.

Kein Anlass für Maßnahmen: Der städtische Ordnungsdienst sah die Situation an Sämann- und Lindensee am Freitag und Samstag eher entspannt. Foto: F. Vetter

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Kein Anlass für Maßnahmen: Der städtische Ordnungsdienst sah die Situation an Sämann- und Lindensee am Freitag und Samstag eher entspannt. Foto: F. Vetter

Der Sommer läuft auf Hochtouren, die 30- Grad-Celsius-Marke auf dem Thermometer wird täglich überschritten. Es ist Badewetter. Schwimmbäder und Badeseen sind die Top-Ziele für viele Menschen. Und das kann in Pandemiezeiten zum Problem werden. Daher hatte die Rastatter Stadtverwaltung Kontrollen für die Baggerseen Ottersdorf und Wintersdorf angekündigt.
Die Stadtverwaltung hatte am Freitag kurzfristig über die Kontrolle der beiden Seen informiert. Sollte es zu Überfüllungen kommen, so die Pressemitteilung, sei eine Absperrung oder Schließung von Parkplätzen in letzter Konsequenz nicht auszuschließen, hieß es da (wir berichteten).

„Da müssen wir uns keine Sorgen machen“, schätzte der Leiter der Rastatter Bußgeldstelle, Bernd Münster am Samstagnachmittag die Lage ein. Bereits am Freitagnachmittag und am frühen Abend hatte der städtische Ordnungsdienst dem Wintersdorfer Sämannsee zwei Besuche abgestattet und keinen Anlass für Maßnahmen gesehen. Auch am Samstag sah Bernd Münster die Situation eher entspannt.

Weniger Menschen als erwartet

Rund um den Ottersdorfer Lindensee seien weniger Menschen gewesen als erwartet, und auf dem weitläufigen Areal um „den Wintersdorfer“ sei eben viel Platz.

Diese Einschätzung teilte auch ein Paar, das den Sämannsee am Nachmittag gerade verließ. Der städtische Ordnungsdienst sei da gewesen, habe aber wohl keinen Handlungsbedarf gesehen. Am Ottersdorfer Lindensee tauchte zwar die Polizei auf, die verteilte offenbar jedoch nur Strafzettel an Falschparker.

Die Rücksichtslosigkeit von Autofahrern in Sachen Parken beklagte auch ein Ottersdorfer, der seinen „Heimsee“ seit dem Ausbruch des Virus doch sehr stark frequentiert sieht. Die Badegäste zeigten meist Verständnis für etwaige Kontrollen, die gestern übrigens nicht stattfanden.

Samir aus Rastatt hatte sich ein schattiges Plätzchen am Ottersdorfer Lindensee gesucht und sagte, es sei doch im Interesse jedes Einzelnen, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Gerade am Badesee wolle man doch eh anderen „nicht so sehr auf die Pelle rücken“.


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