Nur das Beste für die gefiederten Stadtbewohner

Gaggenau (stn) – Der Arbeitskreis Tourismus und Freizeit (AKTF) und der Vogelschutz- und Zuchtverein Ottenau haben am Montag die Vogelstation im Kurpark Bad Rotenfels mit neuem Futter aufgefüllt.

Heinz Kary (links) und Anton Schick befüllen die Vogelstation mit Sonnenblumenkernen, Futterrosinen und Fettfutter. Foto: Nora Strupp

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Heinz Kary (links) und Anton Schick befüllen die Vogelstation mit Sonnenblumenkernen, Futterrosinen und Fettfutter. Foto: Nora Strupp

Der Tisch ist wieder reich gedeckt für die heimische Vogelwelt. Meisen, Rotkehlchen, Buntspecht und Co. können sich im Kurpark Bad Rotenfels nun an reichlich Sonnenblumenkernen, Futterrosinen, Futterknödeln und Fettfutter satt essen. „Die Vögel kriegen nur das Beste“, erklärt Anton Schick (76) vom Arbeitskreis Tourismus und Freizeit.

Insgesamt acht solcher Futterstellen sind im Stadtgebiet verteilt. „Das ist eine großartige Sache für die Vogelwelt, da es immer mehr Steinwüsten gibt und die Vögel deshalb immer weniger Futter finden.“ Einmal in der Woche wird die seit 2016 bestehende und von Heinz Kary (76) vom Vogelschutz- und Zuchtverein Ottenau angefertigte Futterstation im Kurpark Bad Rotenfels aufgefüllt – und zwar reichlich: Unter anderem fünf Säcke mit je 25 Kilogramm Sonnenblumenkernen braucht es, um die gefiederten Stadtbewohner ausreichend zu versorgen.

Das Fettfutter wird ebenfalls von Kary hergestellt. Hierfür erhitzt er Rindertalg und Pflanzenfett, fügt dem flüssigen Fett noch Sonnenblumenkerne, Haferflocken und Weizenkleie hinzu und füllt das Gemisch anschließend in eine leere, ausrangierte Wurstkonservendose. Insgesamt 130 Stück von diesen Futterglocken hat Kary allein im vergangenen Jahr angefertigt.

Infotafel gibt Tipps für die richtige Fütterung

An einer Infotafel neben der Futterstelle können Spaziergänger nachlesen, welche Vogelarten es in der Region gibt und welche davon sogenannte Standvögel sind, also im Winter nicht in den warmen Süden fliegen, sondern stattdessen vor Ort bleiben. Darüber hinaus gibt die Infotafel Tipps für die richtige Fütterung. So muss das Futter etwa vor Regen, Schnee und Wind geschützt sein. Außerdem sollte auf Sauberkeit an den Futterplätzen geachtet werden, um keine Krankheiten zu übertragen.

Doch nicht nur Vögel werden von den nahrhaften Leckereien in der Futterstation angelockt. Auch Eichhörnchen würden sich regelmäßig dort bedienen, wie Schick ausführt. Daher habe Kary auch eine Futterstation für sie entworfen. Diese ist an einem Baum direkt neben der Vogelstation angebracht. Neben Sonnenblumenkernen finden die Eichhörnchen dort auch Erdnüsse.

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Erstellt:
18. Januar 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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