OB Margret Mergen feiert 60. Geburtstag

Baden-Baden (hez) – Margret Mergen ist 60 Jahre alt geworden. Doch Alter spielt für die Oberbürgermeisterin keine Rolle – vielmehr denkt sie an diesem Tag darüber nach, was sie noch bewegen will.

Nachdenken, „was man noch erleben und bewegen will“: OB Margret Mergen feiert am Donnerstag 60. Geburtstag. Foto: Henning Zorn

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Nachdenken, „was man noch erleben und bewegen will“: OB Margret Mergen feiert am Donnerstag 60. Geburtstag. Foto: Henning Zorn

„In entspannter Atmosphäre“ mit Freunden und Weggefährten zu plaudern, die sie coronabedingt teilweise lange nicht mehr treffen konnte – so stellt sich Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen ihren 60. Geburtstag vor, den sie am Donnerstag feiert.

Ihr größter Geburtstagswunsch ist bereits in Erfüllung gegangen, denn ihrem Ehemann Wolfgang Pöter, der 2019 bei einem unverschuldeten Motorradunfall schwer verletzt wurde und ein Bein verlor, geht es wieder besser. Vom Kopf und vom Herz her sei er wieder der Alte: mit einer positiven Lebenseinstellung, wie sie ihn seit vielen Jahren kenne.

„Ich bin ganz begeistert, zu sehen, wie er sein Schicksal angenommen hat und versucht, das Beste daraus zu machen“, so Mergen. Auch Ausflüge auf zwei Rädern sollen wieder möglich werden, so die OB. Dafür habe sich ihr Mann jetzt ein Handbike bestellt: „Wir freuen uns sehr darauf.“

„Für mich geht es da nicht ums Älterwerden“

Ihrem 60. Geburtstag hat Margret Mergen recht gelassen entgegengesehen: „Für mich geht es da nicht ums Älterwerden. Vielmehr ist es ein Tag, an dem man stärker darüber nachdenkt, was man noch erleben und bewegen will. Ich reflektiere auch, was gut gelaufen ist und was nicht so gut.“

Geboren ist die Westfälin als Elisabeth Margarete Mergen – und so steht es auch in ihrem Ausweis. Doch beim Gang zum Taufbecken, so erzählt sie, hätten ihre Eltern beschlossen, dass Margret eigentlich viel schöner klinge. Und so kam die Baden-Badener Oberbürgermeisterin zu ihrem nicht ganz offiziellen Vornamen.

Der Berufsweg im Bereich der Kommunalverwaltung war ihr vielleicht nicht direkt in die Wiege gelegt worden, denn als Jugendliche, so erzählt Mergen, „wäre ich gerne Astronautin, Tiefseeforscherin, Saxofonistin oder Physikerin geworden“. Doch später kam dann der Wunsch, in die Stadtplanung zu gehen, um etwas zu bewegen und zu verändern. So studierte Margret Mergen Geografie, ehe sie in den Dienst der Städte Karlsruhe, Heilbronn und schließlich Baden-Baden trat. An der Oos amtiert sie inzwischen seit 2014 als „erste Bürgerin“. Man hat ihr zwar immer mal wieder nachgesagt, dass sie sich auch gerne in der Landespolitik engagieren würde, doch die Oberbürgermeisterin bestreitet dies: „Ich bin wirklich durch und durch eine Kommunale.“ Deshalb ist es für sie auch nur folgerichtig, sich für eine zweite Amtszeit zu bewerben. Kurz vor ihrem 60. Geburtstag hat sie jetzt den Hut in den Ring geworfen: Sie will bei der OB-Wahl im März kommenden Jahres erneut antreten.

Baden-Baden hat „viele Schätze“ zu bieten

Und wenn ihre Zeit einmal nicht mit Verwaltungsakten und Dienstgesprächen ausgefüllt ist, dann freut sie sich auch über Gelegenheiten, dem einen oder anderen Hobby nachzugehen. Und das ist auch ganz wörtlich zu nehmen, denn gerne ist sie zu Fuß in und um Baden-Baden unterwegs. „Aber mein Mann und ich, wir kochen auch mit Begeisterung zusammen.“ Und so zieht sie auch auf einem kleinen Balkon ihre eigenen Tomaten und Küchenkräuter.

Baden-Baden ist für Margret Mergen die schönste Stadt, „in der ich bislang leben durfte“. Ins Herz geschlossen habe sie hier die Naturlandschaft ebenso wie die Harmonie der Stadtstruktur. Immer wieder entdecke sie vor Ort schöne Motive für die Fotos, die sie gerne macht. Mergen ist auch fasziniert von der Ausstrahlung Baden-Badens, hier könne man ganz entspannt flanieren.

Der vor Kurzem errungene Welterbe-Status der Unesco mache bewusst, „wie viele Schätze Baden-Baden hat“. Dabei hält sie es mit einem Sprichwort: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weiterreichen der Flamme.“ Als Oberbürgermeisterin wünscht sie sich zu ihrem Geburtstag, dass in Baden-Baden alle gemeinsam drangehen, um die Stadt nach vorne zu bringen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Henning Zorn

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Erstellt:
26. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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