OB-Wahl: Roland Kaiser macht weiter

Von BT-Redakteur Harald Holzmann

Baden-Baden (hol) – Beim zweiten Wahlgang für die OB-Wahl am 27. März wird es wohl zwei Kandidaten mit einem grünen Parteibuch geben: Beate Böhlen will antreten. Roland Kaiser macht dennoch weiter.

OB-Wahl: Roland Kaiser macht weiter

Macht weiter: Roland Kaiser will seine Kandidatur nicht zurückziehen. Foto: Christian Bodamer

Die Nachricht hatte am frühen Dienstagmorgen nicht nur bei den Kurstadt-Grünen für Überraschung gesorgt: Die langjährige Landtagsabgeordnete Beate Böhlen kündigte an, ihren Hut für die zweite Runde als unabhängige Kandidatin in den Bewerberring zu werfen. Abgesprochen hatte sie das mit den Grünen nicht. An eine frühere Absprache mit dem von Partei und Fraktion in Baden-Baden unterstützten Kandidaten Roland Kaiser fühle sie sich wegen dessen schwachen Abschneidens in der ersten Runde nicht mehr gebunden, so ließ Böhlen diese Zeitung wissen. Entsprechend distanziert reagierten die Grünen im Laufe des Tages auf die Böhlen-Bewerbung. Und seit dem späten Dienstagabend ist auch klar, dass Roland Kaiser seine Kandidatur aufrecht erhalten wird. „Ich mache weiter“, sagte der Sozialbürgermeister nach einer Sitzung mit Partei und Fraktion der Baden-Badener Grünen. Er habe große Unterstützung gespürt und die Aufforderung bekommen, die Kandidatur nicht zurückzuziehen. „Das werde ich auch nicht tun“, so Kaiser.

Kaiser hatte im ersten Wahlgang 24 Prozent der Wählerstimmen bekommen und war damit hinter dem Muggensturmer Bürgermeister Dietmar Späth und der Amtsinhaberin OB Margret Mergen auf dem dritten Platz gelandet. Mergen hat am Dienstagfrüh ihre Bewerbung zurückgezogen. „Nun wollen wir mal sehen, wie es weitergeht“, sagte der Sozialbürgermeister mit Blick auf die nächsten Tage bis zum zweiten Wahlgang.

Nach dem Rückzug Mergens werden nun noch folgende Bewerber zur Wahl stehen: Roland Kaiser (Grüne), Dietmar Späth (parteilos), Beate Böhlen (Grüne), Bettina Morlok (FBB) und Peter Hank (Die Basis). Morlok, die mit fünf Prozent beim ersten Wahlgang auf Platz vier gelandet war, kündigte am Dienstag an, weiter im Rennen zu bleiben. Hank (1,7 Prozent) hatte bereits am Wahlsonntag gesagt, dass er erneut antreten wird.