Ökumenische Pfingst-Rallye in Gaggenau

Gaggenau (er) – Was bedeutet Pfingsten? Und warum feiern Christen dieses Fest? Bei einer Pfingst-Rallye in Gaggenau konnten Interessierte der Bedeutung des Kirchenfestes auf den Grund gehen.

Mama Helene Jensen mit Vincent und Melina (gelber Regenmantel) im Stadtpark. Foto: Elke Rohwer

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Mama Helene Jensen mit Vincent und Melina (gelber Regenmantel) im Stadtpark. Foto: Elke Rohwer

Das Angebot der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Gaggenau wurde gut angenommen. Zahlreiche Familien nahmen an der ökumenischen Rallye teil.

Ausgangspunkt war die St. Josefkirche in der Innenstadt. Ein Schild am Hauptportal gab den ersten Hinweis. Stoffpuppe Kiki, die auf den Plakaten durch die gesamte Tour führte, leitete die Teilnehmer zunächst in das Kircheninnere, genauer gesagt zum Wandgemälde hinter dem Altar, das Jesus zeigt mit den Wunden der Kreuzigung an den Händen und Füßen.

Manche Erwachsene lasen ihren Kindern oder Enkeln die Begleittexte vor. Die Mehrheit nutzte jedoch die Actionbound App, über die man sich die Texte anhören konnte.

Rallye setzt nach der Kreuzigung an

Die Rallye setzte nach der Kreuzigung Jesu an, in den 40 Tagen, in denen er seinen Jüngern immer wieder begegnet, bevor er zu Gott in den Himmel aufsteigt. Die Rallye-Teilnehmer erlebten mit, wie die Jünger zusammensaßen und miteinander redeten. Ein Erzähltheater thematisierte, mit Tonaufnahmen unterlegt, das sogenannte Pfingstwunder, als „so etwas wie Feuerflammen“ auf die Jünger zukamen, als Zeichen für Gottes Geist. Ermutigt und gestärkt erzählten die Jünger fortan in vielen Sprachen davon, was sie mit Jesus erlebt hatten.

Durch einen aufwendig gestalteten Vorhang aus transparenten „Feuerzungen“ ging die Rallye weiter in Richtung Stadtpark. Nahe des ehemaligen Stadthotels wartete die erste Aufgabe: Seinem Mitmenschen etwas sagen, das ihn freut und ermutigt.

Und wie haben die Freunde von Jesus erzählt? Wie kann man etwas beschreiben, wenn man es richtig gut findet? Dies war eine weitere Aufgabe der Rallye. Den jüngeren Teilnehmern fielen viele Worte ein, die sie mit bunter Malkreide auf die Flürscheimbrücke schrieben.

Zuletzt führte die Tour zur evangelischen Markuskirche, in der viermal die Taube als Bild für den Heiligen Geist zu entdecken war. Beim Bild mit der größten Taube erfuhren die Entdecker, dass die Kirche an Pfingsten Geburtstag feiert. Und was wäre ein Geburtstagsfest ohne Muffins, Luftballons und Luftschlangen? Das haben sich die Veranstalter wohl auch gedacht. Denn jedes Kind erhielt am Ende der Rallye eine aufwendig gestaltete Geschenktüte, die auch eine Bastelanleitung für eine Taube enthielt.

„Der erste Impuls für die Aktion ging von Pfarrerin Nicola Friedrich aus. Umgesetzt haben wir sie dann relativ kurzfristig in Teamarbeit. Pfarrerin Friedrich hat die Begleittexte geschrieben, Regina Eisele, die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte, hat die Bilder und Bastelarbeiten gemacht, und Rosaly Basta-Konrad hat die Texte für die App gesprochen“, erläuterte die katholische Pastoralreferentin Sonja Greipel, die unter anderem die Rallye erstellt und die Actionbound App realisiert hat.

Aktion bereitet Teilnehmern viel Spaß

Die zahlreichen positiven Einträge im Rallye-Logbuch lassen erahnen, wie viel Spaß die Aktion den Teilnehmern gemacht hat. Und sicherlich hat sie auch dazu beigetragen, dass nun mehr Menschen in Gaggenau und Umgebung wissen, was es mit Pfingsten auf sich hat.

Die gesprochenen Texte können auch nach Pfingsten noch einige Tage angehört werden. Dafür muss die Actionbound App auf ein internetfähiges Smartphone herunterladen und das Stichwort „Pfingstweg Gaggenau“ eingeben werden.

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Erstellt:
24. Mai 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 32sec

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