Ötigheim kann auf Kiefer zählen

Ötigheim (as) – Der Ötigheimer Bürgermeister Frank Kiefer wurde am Montagabend für weitere acht Jahre verpflichtet. Dabei betonte er, er werde in Ötigheim bleiben und nicht als Landrat kandidieren.

Christian Dittmar (rechts) verpflichtet Frank Kiefer auf dessen zweite Amtszeit, überbringt Larissa Kiefer Blumen und den Söhnen Philipp und Fabian Gummibärchen. Foto: Anja Groß

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Christian Dittmar (rechts) verpflichtet Frank Kiefer auf dessen zweite Amtszeit, überbringt Larissa Kiefer Blumen und den Söhnen Philipp und Fabian Gummibärchen. Foto: Anja Groß

Das Telldorf kann auf einen Bürgermeister namens Frank Kiefer zählen – mit dieser Botschaft widersprach der Genannte bei seiner Verpflichtung auf die zweite Amtszeit gestern Abend im Gemeindehaus Alte Schule allen Spekulationen, er könnte sich als Landrat bewerben. Sein Platz sei in Ötigheim, das er gemeinsam mit Verwaltung und Gemeinderäten erfolgreich weiterentwickeln wolle, betonte Kiefer unter großem Applaus der Anwesenden.

Alles eine Gemeinschaftsleistung

Er bedankte sich für das mit 96,3 Prozent der abgegebenen Stimmen bei der Wiederwahl in ihn gesetzte Vertrauen, unterstrich jedoch, dass er errungene Erfolge und bewältigte Hindernisse als Gemeinschaftsleistung sieht. Für die kommenden acht Jahre skizzierte der Rathauschef bei der coronabedingt klein gehaltenen Feier ein Paket an Aufgaben, „die in der Größenordnung so noch nie in der Geschichte Ötigheims zur Bewältigung anstanden“. Dabei werde man die Bürgerschaft einbinden und „in einem nachvollziehbaren Abwägungsprozess die Dinge zur Entscheidung und Umsetzung bringen“.

Dorffrieden an oberster Stelle

„Der Dorffrieden und die positive Entwicklung aller werden bei meinem Handeln weiterhin an oberster Stelle stehen“, versprach Kiefer auch mit Blick auf die Ehrenamtlichen, von denen an der Amtseinführung nur wenige teilnehmen konnten. Um dem Vorsichtigkeitsprinzip in Zeiten der Pandemie Rechnung zu tragen, habe man den Rahmen bewusst klein gehalten, bat Kiefer dafür um Verständnis.

Von der Wiederwahl mit einem „Traum-Ergebnis, das Ihre gute Arbeit eindrucksvoll dokumentiert“ sprach der Erste Landesbeamte Dr. Jörg Peter. In Kiefers Amtszeit sei die Gemeinde um fast 400 Einwohner gewachsen. „Die Menschen ziehen gerne nach Ötigheim, sie wohnen und leben in einem intakten Umfeld“, war der Vertreter des Landkreises voll des Lobes. Mit neuen Ideen und Projekten wie der Ortskernsanierung, einem Waldklassenzimmer oder der Skater- und Boulderanlage sei gesichert, dass der Ort für alle Generationen attraktiv bleibt, betonte Peter. Kiefers Einsatz zum Erhalt der pandemiegebeutelten Volksschauspiele hob er besonders hervor.

„Sie machen nichts nebenbei“

Der erste Bürgermeister-Stellvertreter Christian Dittmar, der die Verpflichtung im Rahmen der öffentlichen Gemeinderatssitzung vornahm, sprach von einer „vertrauensvollen Zusammenarbeit“, die auch die Ötigheimer Vereine sehr zu schätzen wüssten. „Sie machen nichts nebenbei, es muss alles Hand und Fuß haben“, bescheinigte er dem Verwaltungschef und versprach im Namen des Gemeinderats, man werde gemeinsam versuchen, Ötigheim gut aufzustellen.

Extrem hohes Arbeitspensum

Wie wichtig Kiefer die interkommunale Vernetzung ist, unterstrich der Bietigheimer Bürgermeister Constantin Braun, der für die Bürgermeister der benachbarten Orte Bietigheim, Muggensturm und Steinmauern sprach, die zusammen mit Ötigheim die MÖBS-Gemeinden bilden. Mit sehr persönlichen, freundschaftlichen Worten würdigte er Kiefers offene, ehrliche, geradlinige Art „ohne Kirchturmdenken“. Er habe ein extrem hohes Arbeitspensum und trotzdem stets ein offenes Ohr für jeden, sei Impuls- und guter Ratgeber. Deshalb sei es für die Kollegen „kein Wunder“ gewesen, dass Kiefer als neuer Landrat im Gespräch sei. Für die zweite Amtszeit wünschte Braun dem Kollegen „mehr Zeit für die Familie und für sich selbst“.

Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Judith Gawlok (Violine), derzeit Praktikantin im Büro des Bürgermeisters, und Matthias Hammerschmitt am Flügel mit drei Stücken von Antonin Dvorak.

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Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
5. Juli 2021, 23:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 35sec

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