Ötigheim und Muggensturm bauen gemeinsam neues Wasserwerk

Ötigheim (fuv) – Für 7,48 Millionen entsteht ein neues Wasserwerk für Ötigheim und Muggensturm. Ende 2022 soll es ans Netz gehen. Die Abnehmer dürfen sich auf weicheres Wasser freuen.

Spatenstich für das interkommunale Wasserwerk, das für rund 7,48 Millionen Euro in Ötigheim gebaut wird.Foto: F.Vetter

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Spatenstich für das interkommunale Wasserwerk, das für rund 7,48 Millionen Euro in Ötigheim gebaut wird.Foto: F.Vetter

Im Juni vergangenes Jahres gründeten die Gemeinde Ötigheim und die Eneregio GmbH die Wasserversorgung Muggensturm-Ötigheim (WMÖ) GmbH. Ziel war es, die Entwicklung und den Bau eines gemeinsamen Wasserwerks für die beiden Gemeinden zu organisieren. Gestern erfolgte der erste Spatenstich für das 7,48 Millionen Euro teure Projekt.
Der Muggensturmer Bürgermeister Dietmar Späth, sein Ötigheimer Kollege Frank Kiefer und Regierungspräsidentin Sylvia Felder unterstrichen in ihren Reden, dass mit der Realisierung des interkommunalen Wasserwerks ein hoher Grad an Versorgungssicherheit gewährleistet werde. Spätestens mit der PFC-Problematik und der daraus resultierenden Schließung des Wasserwerks Rauental, sei die Bedeutung der Trinkwasserversorgung ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger gedrungen, blickte Dietmar Späth zurück. Er zeigte sich überzeugt davon, dass kommunale Insellösungen in der Wasserversorgung keine Zukunft hätten. Das „beispielhafte Projekt“ sorge für „maximale Versorgungssicherheit und hohe Wirtschaftlichkeit“. Das Gemeinschaftswasserwerk sei eine Zukunftsinvestition. Späth unterstrich, dass nach bisherigen Berechnungen die beiden Gemeinden nicht von der PFC-Fahne im Grundwasser berührt werden. Er sei froh und dankbar für den beschrittenen Weg.

Regierungspräsidentin Sylvia Felder als Vertreterin des Landes dankte er für den Zuschuss in Höhe von 520.000 Euro gemäß der Wasser-Förderrichtlinien Baden-Württemberg. Felder sprach von einem weitsichtigen, zukunftsgerichteten Handeln der Gemeinden. Sie erinnerte an die immer trockener werdenden Sommer und daran, dass man nicht wisse, wie sich dies auf den Grundwasserspiegel auswirke.

Bereits 2013 habe er erste Gespräche mit Dietmar Späth und dem Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Wasserversorgung geführt, blickte Kiefer zurück. Das gemeinsame Wasserwerk sei ein wertvolles Zeichen für die Bereitschaft, wichtige Dinge wie die PFC-Problematik interkommunal zu lösen.

Der kaufmännische Geschäftsführer der WMÖ und Ötigheimer Kämmerer Sascha Maier erläuterte das Bauvorhaben. Das Wasserwerk wird zwischen den beiden Ötigheimer Tiefbrunnen errichtet. Im ersten Bauabschnitt werden die Leitungen zu den Muggensturmer Tiefbrunnen mit einer Gesamtlänge von 5,5 Kilometern verlegt. Die Ausschreibung für das Wasserwerk erfolge noch dieses Jahr, Ende 2022 soll es ans Netz gehen. Dank des Einbaus einer Wasseraufbereitungsanlage ins Wasserwerk könnten sich die Abnehmer auf weicheres Wasser freuen, sagte Maier.

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Erstellt:
15. September 2020, 14:00 Uhr
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