Ötigheim „verbuddelt“ 1,78 Millionen

Ötigheim (as) – Die Sanierung der Wilhelm-Tell-Straße Ötigheim liegt im Zeit- und Kostenplan, informiert die Gemeinde. Bis spätestens März soll die wichtige Querachse fertig sein.

Die Sanierung der Wilhelm-Tell-Straße in Ötigheim soll bis März endgültig fertig sein. Foto: Anja Groß

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Die Sanierung der Wilhelm-Tell-Straße in Ötigheim soll bis März endgültig fertig sein. Foto: Anja Groß

„Wir biegen auf die Zielgerade ein“, freute sich Ötigheims Bürgermeister Frank Kiefer gestern beim Baustellentermin in der Wilhelm-Tell-Straße: Bis März soll die 1,78 Millionen Euro teure Straßensanierung nach eineinhalb Jahren abgeschlossen sein, bis spätestens Anfang kommender Woche die Kreuzung mit der Josef-Saier-Straße wieder freigegeben werden.
Ein weiterer Grund zur Freude: „Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan“. Dass die Gemeinde 943.000 Euro an Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm und dem Ausgleichsstock des Landes erhält, lässt die Kosten auch haushälterisch leichter „verschmerzen“.

„Die Wilhelm-Tell-Straße hatte es dringend nötig“, blickte Kiefer zurück ins Jahr 2018, als mit den Planungen für die einzige Querverbindung im Ort begonnen wurde. In einer öffentlichen Bürgerinformation fiel die Wahl auf die jetzt ausgeführte Variante, die auch Gemeinderat und Verwaltung bevorzugten: Beidseitige Gehwege in 1,50 Meter Breite mit 26 Parkplätzen abschnittsweise wechselnd auf beiden Straßenseiten außer an der Einmündung von der Rastatter Straße kommend, wo man dadurch die Einmündung etwas ausweiten wollte.

Optische Aufwertung

Die Straße ist gepflastert, was als optische Aufwertung gesehen wird, und Folge-Bauarbeiten einfacher macht. Die gesamte Straße mit Gehwegen ist jetzt barrierefrei auf einem Niveau, der Straßenraum verengt, was auch als Tempobremse dienen soll, Der Baumbestand blieb erhalten, zudem wurden elf neue Bäume gepflanzt. Im Zuge der Arbeiten wurden der Mischwasserkanal saniert und Leerrohre für die Breitbandversorgung gelegt sowie der Fußgänger-Verbindungsweg zur Nibelungenstraße erneuert. Unangenehme Überraschungen habe es keine gegeben.

Dass im Einmündungsbereich von der Rastatter Straße schon mehrfach wieder aufgebuddelt werden musste, dafür können Gemeinde und Baufirma nichts, betonte deren Chef Oliver Weiss. Die Telekom sei wie alle Versorger informiert worden, dass sie im Zuge der Bauarbeiten ihre Leitungen erneuern könne, habe das aber nicht getan, erklärte Matthias Haderer vom Ingenieurbüro Wald und Corbe: „Wie meistens gibt es dann im Nachgang doch Probleme“.

„Das Feedback der Anwohner ist sehr positiv“, zeigte sich Kiefer zufrieden. Er versprach, dass es wie in der Rastatter Straße eine Eröffnungsfeier mit den Anwohnern geben wird, wenn das wieder zulässig ist.

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Erstellt:
17. Dezember 2020, 17:00 Uhr
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