Offene Ebet-Mühle in Bermersbach

Forbach (mhr) – Eine alte urige Mühle, wo der Weg vom Getreide zum Mehl anschaulich gezeigt und erklärt wird, fasziniert gerade heutzutage Erwachsene und Kinder ungemein.

Christof Wunsch erläutert die Funktion der Bermersbacher Ebet-Mühle. Foto: Margrit Haller-Reif

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Christof Wunsch erläutert die Funktion der Bermersbacher Ebet-Mühle. Foto: Margrit Haller-Reif

Das zeigte einmal mehr der Tag des offenen Denkmals, für den der Heimatverein Bermersbach Tür und Tor sowohl in der Ebet-Mühle als auch im Murgtal-Museum öffnete.

Vor allem in der Ebet-Mühle herrschte großer Andrang, lassen sich doch der Glücksweg und ein Besuch der Mühle in einer Art „Rundlauf“ hervorragend kombinieren. Gleichermaßen launig und geduldig beantwortete „Freizeit-Müller“ Christof Wunsch, Verwaltungsmitglied des Heimatvereins, dessen Bruder Friedhelm als Mühlenwart verantwortlich zeichnet, alle Fragen.

Einfülltrichter ein „großes Ding“

Auch auf die Bemerkung eines ebenso neugierigen wie aufmerksamen Mädchens „Guck mal, Mama, das ist aber ein großes Ding!“, ging er sofort ein. Erklärte, dass es sich bei dem „großen Ding“ um den Einfülltrichter für den Weizen handelt. Den Eltern erläuterte er damit einhergehende technische Zusammenhänge, dass das Korn zwischen dem stehenden und dem Laufstein gemahlen werde. Je stärker der Laufstein abgesenkt sei, desto schneller erfolge der Mahlvorgang und umso feiner werde das Mehl. Bei einer normalen Mahlgeschwindigkeit braucht es allerdings etliche Mahldurchgänge.

Rund 80 große und kleine Mühlenfans besuchten das historische Kleinod an diesem Tag besucht. Vorwiegend junge Familien mit „Kind und Kegel“, aber auch Urlauber aus dem Weserbergland und Wanderer aus Karlsruhe. Viele begeisterte der Einblick in ein Stück Kulturgut aus vergangenen Zeiten sichtlich. Das Wetter, die schöne Landschaft und mittendrin die Attraktion Ebet-Mühle, „dafür fährt man gern einige Kilometer“ erklärte eine Besucherin aus Karlsruhe strahlend. „Freizeit-Müller“ Wunsch jedenfalls war hoch zufrieden mit der Resonanz. Denn auch der Bermersbacher Heimatverein hat, wie die meisten Vereine in Forbach, unter den Pandemie-Einschränkungen stark gelitten. Das bedeutet natürlich auch weniger Einnahmen für die Pflege und den Erhalt von Murgtal-Museum und Ebet-Mühle. „Nun hoffen wir sehr“, sagte Christof Wunsch, „dass die Situation weiterhin einigermaßen entspannt bleibt.“

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Erstellt:
13. September 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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