Olympia: Nathaniel Seiler erreicht 42. Platz

Bühlertal (kos) – Nathaniel Seiler ist dieses Jahr zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen dabei gewesen und ist auf dem 42. Platz gelandet. Der TV Bühlertal hat beim Public Viewing mitgefiebert.

Anstelle einer Gastwirtschaft diente das Wohnzimmer von Trainer Jürgen Brügel (Mitte) als Austragungsort des olympischen Public Viewings. Foto: Frank Seiter

© Frank Seiter

Anstelle einer Gastwirtschaft diente das Wohnzimmer von Trainer Jürgen Brügel (Mitte) als Austragungsort des olympischen Public Viewings. Foto: Frank Seiter

„Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“, blickt Jürgen Brügel, Mentor des Bühlertäler Olympioniken Nathaniel Seiler (25), optimistisch in die Zukunft. Seiler war am Donnerstagabend zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen in Japan in der Disziplin „50 Kilometer Gehen“ an den Start gegangen. Um den ersten Olympioniken des TV Bühlertal ordentlich anzufeuern, veranstaltete Brügel für seinen Schützling eigens ein Public Viewing – pandemiebedingt in seinem Wohnzimmer statt öffentlich wie geplant in einer Gastwirtschaft.

Mit dabei war neben Vereinsmitgliedern und Seiler Senior auch Hans-Peter Braun, Bürgermeister der Talgemeinde. In seinem Wohnzimmer habe Brügel „alles schön eingeschmückt“, um dem Wettkampf Seilers von zuhause aus ein angenehmes Ambiente zu verleihen. Während des Laufs war die Stimmung durchweg „klasse“ und auch über die deutsche Silbermedaille, die Jonathan Hilbert nach Hause holte, herrschte eine „Riesenfreude“, zeigt sich Brügel wohlgelaunt – auch wenn es für Seiler am Ende nur für den 42. Platz reichte.

„Praktisch zwei Gegner gehabt“

Nachdem Hilbert über die Ziellinie lief, habe man hoffnungsvoll auf Seiler gewartet – doch der ließ ungewollt lange auf sich warten. Brügel spricht hierbei von ungewissen „Stunden des Bangens“, bis Seiler dann endlich auf dem Bildschirm zu sehen war. Wegen Krämpfen im Bein musste er nach etwa 35 Kilometern immer wieder stehen bleiben und sich dehnen, um es überhaupt ins Ziel zu schaffen, erklärt Brügel die abgeschlagene Platzierung. Oben drauf sei die japanische Hitze gekommen, durch die Seiler „praktisch zwei Gegner gehabt“ hätte.

Auch wenn Seiler am Ende nicht sein Ziel erreichen konnte, es mindestens in die Top 20 zu schaffen, lasse er nicht den Kopf hängen, so Brügel. Er konnte schon mit seinem Schützling sprechen, der im ersten Moment „natürlich enttäuscht“ sei. Aber getreu dem Motto „Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“ würden sie voller Hoffnung auf die nächsten Olympischen Spiele in Paris 2024 blicken. Bis dahin sei genug Zeit, sich zu erholen und Kraft zu tanken.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

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Erstellt:
6. August 2021, 15:20 Uhr
Lesedauer:
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