Olympisches Feuer soll nach Baden-Baden kommen

Baden-Baden (nof) – Die Kurstadt Baden-Baden bewirbt sich als Gastgeber für den Empfang einer internationalen Delegation der „Special Olympics“ im Jahr 2023.

Wenn es nach dem Willen der Stadtverwaltung geht, soll das Olympische Feuer nach Baden-Baden kommen. Symbolfoto: Angelos Tzortzinis/dpa

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Wenn es nach dem Willen der Stadtverwaltung geht, soll das Olympische Feuer nach Baden-Baden kommen. Symbolfoto: Angelos Tzortzinis/dpa

„In Berlin spielt im Juni 2023 die Musik, aber das Orchester kommt aus dem ganzen Land“: Damit werben die Organisatoren der Special Olympics für die Beteiligung der Städte und Gemeinden an den „World Games“ für Menschen mit geistiger Behinderung. Auch Baden-Baden hat seinen Hut in den Ring geworfen. Die Kurstadt hat sich für das sogenannte „Host Town Program“ beworben, informierte Bürgermeister Roland Kaiser in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses.

Darunter ist ein Rahmenprogramm zu verstehen, bei dem die 170 teilnehmenden internationalen Delegationen in jeweils einer deutschen Kommune begrüßt werden. Teil der Bewerbung ist ein Imagefilm, der den Ausschussmitgliedern vorgeführt wurde. Darin werben unter anderen Oberbürgermeisterin Margret Mergen, die Sportschule Steinbach und die städtische Behindertenbeauftragte Nora Welsch für die weltoffene Sport- und Olympische Stadt Baden-Baden. „Wir liegen gut im Rennen“, bewertete Kaiser den Stand des Wettbewerbsverfahrens. Ein Ergebnis soll vermutlich noch im Dezember bekannt gegeben werden.

Kurstadt will Sportler willkommen heißen

Das „Host Town Program“ ist laut Veranstaltern „ein einzigartiges Projekt, mit dem die internationalen Sportlerinnen und Sportler in Deutschland willkommen geheißen werden. 170 internationale Delegationen – von sechs bis 400 Mitgliedern – nehmen an den Special Olympics World Games teil. Doch bevor sie nach Berlin kommen, wird jedes Nationenteam von einer Kommune in Deutschland empfangen. Das Ziel: 170 Nationen – 170 inklusive Kommunen.“

Somit werde ganz Deutschland Gastgeber der größten inklusiven Sportveranstaltung der Welt. Die ausgewählten „Host Towns“, also Gastgeberstädte, sollen einen viertägigen Aufenthalt nach ihren Vorstellungen und lokalen Gegebenheiten gestalten: Ein Willkommensfest auf dem Rathausplatz, gemeinsame Sportaktivitäten, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten oder ähnliches. Ein absolutes Highlight stehe aber schon fest: Das „Special-Olympics-Feuer“ zieht auf seinem Weg nach Berlin durch die Gastgeberstädte, schreiben die Veranstalter.

Weitere Projekte nach der Veranstaltung

Und auch nach den Spielen in Berlin (17. bis 24. Juni 2023) soll das Feuer der Inklusion nicht erlöschen. Jede der „Host Towns“ sei Teil des Projekts „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“ und bekomme damit die Chance, zusammen mit Special Olympics weitere Projekte umzusetzen. „Die geschaffenen nachhaltigen Netzwerke und Partnerschaften zwischen lokalen Akteuren sollen weit über die Spiele Bestand haben. Mit dem langfristigen Ziel, dass Menschen mit geistiger Behinderung sichtbarer in Sport und Gesellschaft werden. Und zwar dort, wo es zählt: in ihrer Heimat“, so die Veranstalter.

Mehr als 230 Kommunen haben sich für dieses bundesweite inklusive Gastgeberprogramm beworben.

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
7. Dezember 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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