Omikron-Todesfall im Haus Franziskus

Gaggenau (tom) – Im Zuge des Covid-19-Ausbruchs im Kursana-Haus Franziskus ist ein Bewohner an oder mit Corona gestorben. Bei der Person sei Omikron nachgewiesen worden, sie sei geboostert gewesen.

Im Haus Franziskus in der Luisenstraße Gaggenau wohnen derzeit 108 Menschen. Foto: Hartmut Metz

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Im Haus Franziskus in der Luisenstraße Gaggenau wohnen derzeit 108 Menschen. Foto: Hartmut Metz

Dies berichtet das Gesundheitsamt auf BT-Anfrage.

Nähere Angaben zu der verstorbenen Person machte die Behörde nicht, also auch nicht zu Geschlecht, Alter oder Vorerkrankungen. Das Besuchsverbot bleibe aufrechterhalten.

Auch vom Betreiber der Seniorenwohnanlage, der Dussmann-Gruppe in Berlin, waren zu den Umständen des Todesfalls keine Informationen zu bekommen – mit Verweis auf „datenschutzrechtliche Gründe“.

In dem Haus mit 87 Einzel- und 22 Doppelzimmern wohnen derzeit 108 Bewohner. Davon sind sechs positiv getestet worden; bei fünf von ihnen wurde Omikron nachgewiesen, so die Pressestelle des Landratsamts. Alle positiv getesteten Bewohner sind in einem Wohnbereich der Einrichtung untergebracht, erläuterte Kursana.

Besuchsverbot bleibt

Laut Gesundheitsamt sind auch drei Mitarbeiter aktuell positiv getestet. Darunter sei ein Omikron-Nachweis. Zwei Pflegefachkräfte und ein Azubi befinden sich nach offiziellen Angaben in Quarantäne.

Derzeit bestehen weiterhin ein Aufnahmestopp und ein Besuchsverbot im Wohnbereich Rotenfels und im Wohnbereich Amalienberg. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt gelte dies bis einschließlich Mittwoch, 12. Januar. „Wann das Besuchsverbot aufgehoben werden kann, wird sich zeigen und hängt vom weiteren Verlauf des Ausbruchsgeschehens ab“, sagte ein Sprecher des Landratsamts.

Ein Kursana-Sprecher bestätigte die Zahlen der Behörde. „Weiterhin werden alle Bewohner und Mitarbeiter täglich mit Schnelltests getestet, und zusätzlich finden regelmäßige PCR-Tests statt“, betont man bei Kursana, „mit 90 Prozent ist die Impfquote in der Einrichtung sehr hoch, davon haben 84 Prozent bereits ihre Booster-Impfung erhalten.“

Abschließend betont die Senioreneinrichtung: „Impfungen und auch das Boostern schützen oft vor schweren Verläufen und Krankenhausaufenthalten, doch leider schützen sie nicht komplett vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, trotz sehr strenger Hygienemaßnahmen nach RKI-Standard.“

PCR-Testungen nach dem Corona-Ausbruch im Haus Franziskus hatten in der ersten Januar-Woche bei mehreren Bewohnern den Verdacht auf die Omikron-Variante bestätigt. Am 5. Januar waren sieben Bewohner sowie zwei Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Bei fünf Bewohnern und einem Mitarbeiter gab es Hinweise auf die Omikron-Variante.

Die ersten beiden Bewohner waren am 30. Dezember positiv auf Corona getestet worden, erste Hinweise auf die Omikron-Variante gab es tags darauf. Zunächst war nur ein Wohnbereich betroffen, weitere Fälle wurden am 3. Januar in einem zweiten Wohnbereich nachgewiesen.

Altenhilfe: „Aktuell keine Infektionen“

„Aktuell haben wir in den Häusern der Gaggenauer Altenhilfe erfreulicherweise keine Corona-Infektionen bei Bewohnern oder Mitarbeitenden zu verzeichnen“, berichtet Peter Koch. Er ist Geschäftsführer der Gaggenauer Altenhilfe.

In den vergangenen Wochen habe es verschiedene Quarantänemaßnahmen bei Mitarbeitern gegeben, die im privaten Umfeld Kontakt zu infizierten Personen hatten. Die Verdachtsfälle zwischen den Jahren bei Bewohnern hatten sich nicht bestätigt (wir berichteten).

Die Impfquote bei den Einrichtungen der Gaggenauer Altenhilfe liege mittlerweile je nach Bereich zwischen 88 und 100 Prozent – dies gelte für Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen.

„Wir haben sowohl bei den Bewohnern, als auch bei den Mitarbeitenden vereinzelt Personen, die sich trotz umfangreicher Aufklärung und Information nicht zu einer Impfung entschließen können oder diese bewusst ablehnen“, räumt Peter Koch ein und gibt gleichzeitig zu bedenken: „Durch die arbeitstägliche Testung aller Mitarbeitenden (geimpft, genesen und nicht geimpft) und die Anwendung unserer Hygienestandards sehen wir uns relativ gut geschützt, auch wenn uns bewusst ist, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt.“

Weiterer Bericht zum Thema.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
10. Januar 2022, 18:58 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 38sec

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