Ortsdurchfahrt in Sulzbach wird erneuert

Gaggenau (uj) – Einschränkungen müssen die Anlieger der Neuen Straße in Sulzbach in Kauf nehmen. Im Zuge der Fahrbahnerneuerung werden sie für einige Zeit ihre Häuser nicht ansteuern können.

•Vor der Sanierung der Neuen Straße in Sulzbach (Ortsdurchfahrt) werden die Gehwege punktuell erneuert. Foto: Jahn

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•Vor der Sanierung der Neuen Straße in Sulzbach (Ortsdurchfahrt) werden die Gehwege punktuell erneuert. Foto: Jahn

Heute entscheidet der Ausschuss für Umwelt, Bau und Planung des Landkreises Rastatt über ein Großprojekt in dem Gaggenauer Stadtteil. Es handelt sich um die K 3705, diesmal um die Ortsdurchfahrt (Neue Straße). Diese ist mittlerweile nicht mehr neu, sondern befindet sich in einem „sehr schlechten baulichen Zustand“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Asphaltoberfläche sei geprägt von größeren Längs- und Querrissen sowie Setzungen, Ausbrüchen und Versprödungen. Die Maßnahme wurde bei der Zustandserfassung und -bewertung der Kreisstraßen (ZEB) im Jahr 2015 der Priorität I a zugeordnet und ist im Rahmen des Deckenprogramms bis 2020 umzusetzen.

Die Länge der Baumaßnahme beträgt laut Landratsamt rund 760 Meter, wobei auf etwa 660 Meter lediglich die Deckschicht und ein Teil der bituminösen Tragschicht erneuert werden müssen. Auf dem restlichen Teilstück von rund 100 Metern habe sich herausgestellt, dass ein Vollausbau notwendig ist, da dort der Unterbau nicht mehr tragfähig ist. Dabei müssen sowohl das Asphaltpaket als auch die ungebundene Tragschicht (Frostschutzschicht) ausgetauscht werden.

Neben der Sanierung des Asphaltoberbaus und dem teilweisen Vollausbau mit Erd- und Tiefbauarbeiten werden vorhandene Schachtabdeckungen und Straßeneinläufe ausgebaut und durch neue ersetzt. Das gleiche gilt für beschädigte Rinnenplatten und Randeinfassungen.

Kreuzungsbereich wird mit saniert

Da sich die am Ende der Neuen Straße angrenzende Kreuzung mit der Dorfstraße und der Straße Im Wiesele ebenfalls in einem schlechten Bauzustand befindet, wird auf Wunsch der Stadt Gaggenau dieser Kreuzungsbereich mit saniert. Ebenso ein Teilstück des Gehwegs (etwa 50 Meter) und kleinere Tiefbauarbeiten (Leitungsarbeiten) für die Stadtwerke.

Die Bauleistungen wurden zulasten der Stadt / der Stadtwerke in die Ausschreibung aufgenommen. Das Projekt ist somit eine Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Gaggenau, der Stadtwerke Gaggenau und des Landkreises Rastatt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 495.000 Euro. Davon entfallen auf den Landkreis 385.000 Euro, auf die Stadt Gaggenau rund 110.000 Euro.

Vorarbeiten an der Neuen Straße laufen aktuell bereits: Einige Gehwegabschnitte werden erneuert, ebenso der Bordstein. Während der gesamten Bauphase wird eine Bedarfsbushaltestelle am Festplatz eingerichtet, hatte Ortsvorsteherin Josefa Hofmann jüngst im Ortschaftsrat berichtet. Laut Landratsamt soll Baubeginn voraussichtlich am 10. August sein. Die Bauzeit soll rund drei Monate betragen. Die Realisierung erfolgt in fünf Bauabschnitten „unter zeitweiser Vollsperrung der K 3705 im Bereich der Ortsdurchfahrt“.

Der Verkehr wird innerörtlich umgeleitet. „Die betroffenen Anlieger können dann ihre Häuser nicht ansteuern“, gibt Hofmann zu bedenken. Wie das genau geregelt werden soll, stehe momentan noch nicht fest. Die Leute werden wohl am Festplatz parken und zu Fuß zu ihren Häusern gehen müssen“, meint die Ortsvorsteherin. Unklar sei es auch, wie in Sachen Haltestellen verfahren wird. Zwar wird am Festplatz, also am Ortseingang, eine Bedarfshaltestelle eingerichtet. „Aber wie sieht es mit der Haltestelle Oberdorf aus?“, fragt die Ortsvorsteherin. Wird diese noch angefahren? Sie hofft, diesbezüglich zeitnah Informationen zu bekommen.

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Erstellt:
29. Juni 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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