Ottersweier: Aspichhof hat einiges vor

Ottersweier (fvo) – Der Aspichhof Ottersweier stellt sich energetisch neu auf. Die Realisierung des Konzepts, das auch Prozesse optimiert, ist im nächsten Jahr vorgesehen.

Aspichhof-Geschäftsführer Ewald Glaser vor dem Schweinestall (im Hintergrund), wo ein neuer Auslauf geplant ist. Foto: Franz Vollmer

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Aspichhof-Geschäftsführer Ewald Glaser vor dem Schweinestall (im Hintergrund), wo ein neuer Auslauf geplant ist. Foto: Franz Vollmer

„Wir werden den gesamten Betrieb bis Jahresende auf den Kopf stellen“, kündigt Geschäftsführer Ewald Glaser an. Ziel sind Einsparpotenziale beim CO2, was erstens ein Gesamtkonzept und zweitens größere Investitionen im kommenden Jahr erfordert. Von der Kühlung über die Beleuchtung bis zum Warmwasser soll sämtlicher Verbrauch gemessen werden. Im Fokus steht dabei nicht nur das Gebäude, sondern auch die Optimierung der Arbeitsprozesse.

Die Neuausrichtung soll im nächsten Jahr umgesetzt werden. Dazu gehört nicht zuletzt die Installation einer großen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Kälberstalls, der für Aufzucht der Kälber vorgesehen ist. Die genaue Dimensionierung ist noch offen, Fakt ist jedenfalls, dass die Energiegewinnung ganz auf den Eigenbedarf zugeschnitten sein wird, nicht etwa zur Speicherung. Der Umbau wird pro Tonne CO2-Einsparung gefördert, allerdings ist der Nachweis erforderlich, dass auch tatsächlich eingespart wird.

Sonnenschutz für Gewächshaus

Ein erster Schritt in diese Richtung war die jüngste energetische Renovierung des Gewächshauses mit einem vollautomatischen Sonnenschutz, er hält nicht nur im Sommer die Hitze weg, sondern im Winter zugleich auch die Wärme im Raum. Laut Glaser bereits „eine wichtige Maßnahme“ zur Eigenenergieversorgung.

Weiterhin geplant ist ein neuer Auslauf in der Schweinehaltung. Im Schweinestall habe man ohnehin schon sehr fortschrittliche Bedingungen mit der sogenannten Strohaufstallung. „Jetzt setzen wir mit dem Auslauf noch eins drauf“, kündigt Glaser an. Rund 100 Schweine sind in der Regel auf dem Hof, laut Glaser „immer so viele, wie wir selber vermarkten“. Die Problematik beim Auslauf, der via Wanddurchbruch ermöglicht wird, ist nicht zuletzt die Verhinderung der Schweinepest, etwa durch Kontakt mit Wildschweinen, aber auch durch etwaige Fremdfütterung von Hofbesuchern, was laut Glaser kein einfaches Unterfangen sei.

Ihr Autor

BT-Redakteur Franz Vollmer

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Erstellt:
13. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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