Pamina-Klima-Challenge: Viele machen mit

Baden-Baden (vn) – Trotz zahlreicher Einschränkungen durch die Pandemie entwickelt sich das grenzübergreifende Projekt erfolgreich. Am 9. Mai endet es. Welche Gemeinde wird Pamina-Klimakommune?

Gut für das Klima: In Herrlisheim kaufen Teilnehmer der Aktion lokale Produkte und unterstützen damit Kleinbauernhöfe in der Region. Foto: EVTZ Eurodistrikt Pamina

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Gut für das Klima: In Herrlisheim kaufen Teilnehmer der Aktion lokale Produkte und unterstützen damit Kleinbauernhöfe in der Region. Foto: EVTZ Eurodistrikt Pamina

Nur noch eine knappe Woche, dann endet die seit 1. Dezember laufende Pamina-Klima-Challenge. Am Sonntag, 9. Mai, dem Europatag, werden die drei Pamina-Klimakommunen feststehen – je eine aus Baden, der Pfalz und dem Nordelsass.

Auf der Internetseite des Eurodistricts Pamina werden regelmäßig Aktualisierungen zum Stand der Challenge veröffentlicht. Demnach wurden in den vergangenen Wochen vor allem aus dem Nordelsass und Baden weitere Aktionen zur Punkteregistrierung eingereicht. „Der Eurodistrict freut sich über bisher 1.200 Teilnehmer“, schreibt Projektbetreuerin Victoria Hansen.

Bei den 1.200 Genannten handelt es sich nicht um verschiedene Personen. Einige sind mit mehreren Aktionen dabei und werden mehrfach gewertet. Hinzu kommen Jugendgruppen wie Jugendgemeinderäte und Schulklassen; oder Gruppen, die sich in ihren Gemeinden für den Klimaschutz engagieren.

In Baden beziehungsweise am Mittleren Oberrhein führt Forst vor Muggensturm, Durmersheim und Karlsruhe deutlich. „Im Nordelsass liegen die Plätze eins und zwei nur wenig auseinander. Herrlisheim führt knapp vor Oberhoffen-sur-Moder, Val-de-Moder und Soultz-sous-Forêts auf den Plätzen drei und vier“, berichtet Hansen über das Rennen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es: „Nach wie vor gibt es nur wenige Einreichungen aus der Pfalz, wo Winden vor Rohrbach und Landau in Führung liegt.“

„Wir sind bisher sehr zufrieden mit der Resonanz unseres Projekts“, bilanziert Hansen im Gespräch mit dem BT. „Nachdem es zu Beginn etwas schleppend anlief, sind nun die Teilnehmerzahlen sehr gut.“ Beim Eurodistrict hofft man, durch eine neu gestartete Verlosung unter den Teilnehmern auf den letzten Metern noch mehr Resonanz zu erhalten.

16 Klimaschutz-Aktionen sind im November von der Pamina-Jugendkonferenz Klimaschutz festgelegt worden. Für jede Aktion gibt es Punkte. Den Jugendlichen ist zu verdanken, dass erstmals eine solche Aktion aus der Taufe gehoben und trotz Pandemie durchgeführt wurde.

Veganer Tag, autofreie Woche

Corona schränkte die Möglichkeiten allerdings stark ein, wie die Koordinatorin Hansen weiß: „Bereits die Jugendkonferenz musste von Mai in den November 2020 verschoben werden und konnte nur online stattfinden, wodurch kein persönlicher Kontakt der Teilnehmenden möglich war.“

Viele Aktionen, die im Kollektiv durchgeführt werden sollten, konnten gar nicht oder nur mit einzelnen Teilnehmenden stattfinden (Repair-Cafés, Schulprojekte, Tausch-Flohmärkte). Auch waren grenzüberschreitende Aktivitäten, die als Pamina-Aktionen doppelte Punktzahl eingebracht hätten, quasi unmöglich.

Von den 16 Aktionen gehören bislang der vegane Tag und die autofreie Woche zu den beliebtesten Aktivitäten. In Forst konnten zusätzlich spannende Heimwerkprojekte sowie die Aufwertung alter Kleidungsstücke bewundert werden.

„Besonders zahlreich machten sich Teilnehmer in Oberhoffen-sur-Moder, Forst und Herrlisheim auf den Weg, die Natur von Müll zu befreien“, berichtet Hansen weiter. „Und im Nordelsass, in Soultz-sous-Forêts, Oberhoffen-sur-Moder und Herrlisheim unterstützten zahlreiche Teilnehmer Kleinbauernhöfe durch den Kauf lokaler Produkte.

Oberstes Ziel ist überall: Punkte sammeln und Klimakommune werden.

www.eurodistrict-pamina.eu

Ihr Autor

BT-Redakteur Volker Neuwald

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Erstellt:
29. April 2021, 07:20 Uhr
Lesedauer:
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