Parking-App „Parco“ kommt aus Gaggenau

Gaggenau (uj) – Die Dambach-Schwesterfirma Swarco Traffic Systems GmbH hat eine bargeldlose Alternative zum klassischen Parkscheinautomaten entwickelt.

Das Gaggenauer Team (von links): Uwe Pertz, Kai Kriese, Wolfgang Matzka, Stefan Fallert, Timo Pittner, Rosario Scicolone. Foto: Swarco Traffic Systems GmbH

© pr

Das Gaggenauer Team (von links): Uwe Pertz, Kai Kriese, Wolfgang Matzka, Stefan Fallert, Timo Pittner, Rosario Scicolone. Foto: Swarco Traffic Systems GmbH

Seit 16. August kann man in Gaggenau Parkgebühren auch mit dem Smartphone bezahlen. Das Parken per App gibt es bereits in mehr als 180 Städten in Deutschland. Eine der acht verfügbaren Apps zum Handyparken kommt aus Gaggenau.

Dass bei Swarco in der Adolf-Dambach-Straße Produkte für den Straßenverkehr hergestellt werden, ist weithin bekannt. Bereits seit 1925 hat die Swarco Dambach GmbH hier ihren Sitz und produziert auf dem Firmengelände vor allem große und schwere Produkte wie Straßenschilder aller Art oder Schilderbrücken aus Aluminium.

Was vermutlich die Wenigsten wissen: Bei Swarco wird auch noch an ganz anderen, mitunter sogar zukunftsweisenden Produkten gearbeitet. So ist auch der Geschäftsbereich Parken der Dambach-Schwesterfirma Swarco Traffic Systems GmbH in Gaggenau beheimatet. Das Team stattet normalerweise Städte in ganz Deutschland mit Parkleitsystemen oder Stellplatzerfassungen aus. Über die letzten Jahre haben die Gaggenauer jedoch an einem neuen Produkt getüftelt und dieses Mitte 2020 auf den Markt gebracht: die Parking-App „Parco“.

„Wir sind sehr stolz auf die App“

Das Handyparken ist eine bargeldlose Alternative zum klassischen Parkscheinautomaten. Anstelle eines physischen Parktickets startet und beendet man den Parkvorgang mit einer App wie Parco. Auch die Parkgebühren werden über das Smartphone bezahlt. Alle Parkvorgänge werden dabei wie gewohnt durch das Ordnungsamt kontrolliert. Uwe Pertz ist Leiter des Geschäftsfelds Parken bei Swarco Traffic Systems in Gaggenau und sagt: „Wir freuen uns unheimlich, dass die Parco-App jetzt auch endlich in ihrer Geburtsstadt Gaggenau zum Parken verwendet werden kann, und sind sehr stolz auf die App.“

Neben der bargeldlosen Bezahlfunktion bietet die lilafarbene Parco-App noch weitere Funktionen an, die auch die oft stressbehaftete Parkplatzsuche vereinfachen: So kann man schon von zu Hause aus einen passenden Parkplatz finden, um sich dann vom Smartphone auf dem besten Weg stressfrei bis zum ausgesuchten Parkplatz leiten zu lassen. Allerdings, so räumt eine Sprecherin ein, ist das nur möglich in Städten, die über ein Parkleitsystem verfügen. Das ist in Gaggenau nicht der Fall. Somit kann die App den Autofahrer in der Großen Kreisstadt zu Parkplätzen leiten, aber ohne Garantie, einen freien Platz zu bekommen. Zumal die App derzeit nur auf Parkplätzen mit Parkschein eingesetzt werden kann – in Gaggenau meist am Straßenrand, zum Beispiel in der Hauptstraße. Hierfür werden in der App Informationen wie die Parkgebühren oder Höchstparkdauer angezeigt. „Sie haben Ihre Parkzeit falsch eingeschätzt? Dann haben Sie Glück, wenn Sie für Ihren Parkplatz ein Handyticket gebucht haben“, schreibt Swarco: Mit der Parco-App ist es möglich, die Parkzeit vor Ablauf zu verlängern oder vorzeitig zu beenden und somit entweder dem Knöllchen zu entgehen oder Geld zurückzubekommen. Allerdings darf die vorgegebene Höchstparkdauer nicht überschritten werden – in Gaggenau am Straßenrand meist eine Stunde.

In mehr als 180 deutschen Städten im Einsatz

In mehr als 180 deutschen Städten kann man inzwischen mit dem Handy parken. Das Gaggenauer Parco-Team arbeitet währenddessen an erweiterten Einsatzmöglichkeiten für die App. So ist es bereits möglich, dass der Belegungsstatus von Parkhäusern in Parco angezeigt wird, wenn die entsprechende Stadt die App mit dem örtlichen digitalen Parkleitsystem verbindet. Auf diese Weise könnte man Autofahrer über die App auch vor Ereignissen mit großem Besucheraufkommen warnen und alternative Routen, andere Parkplätze oder den Umstieg auf Verkehrsmittel wie den ÖPNV vorschlagen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Ulrich Jahn

Zum Artikel

Erstellt:
23. August 2021, 14:21 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 42sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.