Parteiübergreifende Unterstützung

Forbach (stj) – SPD, Grüne und Freie Wähler stellen am Montag einen weiteren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Forbach vor.

Die wilde Mitte des Tals: Wer zieht als Chef ins Forbacher Rathaus ein? Am Montag endet die Bewerbungsfrist. Foto: Peter Finkbeiner

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Die wilde Mitte des Tals: Wer zieht als Chef ins Forbacher Rathaus ein? Am Montag endet die Bewerbungsfrist. Foto: Peter Finkbeiner

Wenn am 14. Februar die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl endet, geht ein Kandidat mit der Unterstützung eines Großteils des Gemeinderats ins Rennen. Wer sich über diesen parteiübergreifenden Zuspruch freuen darf, wollen SPD, Grüne und Freie Wähler erst am kommenden Montag verraten. Um 10 Uhr haben die Parteien die Presse zur Vorstellungsrunde in die Räumlichkeiten der Fritz Automation Langenbrand eingeladen.

Auf Nachfrage wollte den Namen am Dienstag keiner nennen. Klar wurde nur, dass es sich um einen Mann handelt, der proaktiv auf alle vier Gemeinderatsfraktionen zugekommen ist, mit dem Ziel, die Nachfolge von Katrin Buhrke auf dem Chefsessel im Forbacher Rathaus anzutreten. Die Amtsinhaberin hat sich nach einer Amtszeit dazu entschieden, nicht noch einmal anzutreten.

„Es war nicht einfach, aber ich glaube, wir haben einen guten Kandidaten gefunden“, sagt Markus Maul. Er ist Schriftführer bei der SPD in Forbach und hat am Dienstag die Einladung zur Präsentation verschickt. Es handele sich aber nicht um einen SPD-Kandidaten im eigentlichen Sinn, sprich: Er geht als parteiunabhängiger Bewerber ins Rennen.

Kandidat überzeugt parteiübegreifend

Bisher „der Einzige, der für uns infrage kommt“, erklärt das Ehepaar Reif die Unterstützung der Grünen. Und Barbara Ruckenbrod betont für die Freie Wählergemeinschaft, dass man Ziele nur gemeinsam erreichen könne und dass der Kandidat sie überzeugt habe. Dass ihre Fraktion zusammen mit SPD und Grünen denselben Bewerber unterstützt, lässt durchaus aufhorchen, war man sich in der Einschätzung der Arbeit der aktuellen Bürgermeisterin doch oft alles andere als einig.

Bleibt die CDU. Sie stellt wie die SPD und die Freien Wähler in der laufenden Legislaturperiode vier Mandatsträger im Gemeinderat. Auch bei den Christdemokraten hat sich der Kandidat, der nun von allen anderen Fraktionen unterstützt wird, vorgestellt. Man habe aber davon abgesehen, sich schon vor Ende der Bewerbungsfrist auf ihn festzulegen. „Wir befinden uns aktuell in einem demokratischen Entscheidungsprozess innerhalb der CDU-Fraktion, bei dem jeder klar seinen Favoriten benennen kann“, erläutert Werner Schoch auf BT-Anfrage: „Hierbei wollen wir aber noch die Bewerbungsfrist abwarten, um jedem möglichen Kandidaten einen Austausch mit uns anzubieten, bevor eine finale Entscheidung getroffen wird.“ Auch bei der CDU hätten zuletzt zahlreiche Gespräche stattgefunden, einen eigenen Kandidaten konnte man bislang aber nicht ins Rennen schicken.

Bisher bekannte Anwärter auf den Chefsessel im Forbacher Rathaus sind Mathias Fey (parteilos) aus Bad Wildbad und Jürgen Erhard (Die Basis) aus Kuppenheim. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Februar. Die offizielle Bewerbervorstellung ist am Mittwoch, 23. Februar, um 18 Uhr in der Murghalle und via Livestream. Gewählt wird am 13. März.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
8. Februar 2022, 16:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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