Pasqualino Palmieri bekochte Prominente

Bühl/Düsseldorf (fh) – Pasqualino Palmieri hat in seinen Restaurants in Düsseldorf sowie beim „Deutschen Medienpreis“ viele Promis bekocht. Michael Santen aus Bühl hat seine Geschichten festgehalten.

Michael Santen und Pasqualino Palmieri mit ihrem Buch.  Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Michael Santen und Pasqualino Palmieri mit ihrem Buch. Foto: Pasqualino Palmieri

Thomas Gottschalk, Claudia Schiffer, Udo Lattek – Pasqualino Palmieri hat schon viele Prominente verköstigt. Von 1992 bis 1996 bekochte der Pasta-König von Düsseldorf an der Seite von Harald Wohlfahrt beim „Deutschen Medienpreis“ in Baden-Baden die Gäste, engagiert von Karlheinz Kögel als „bester Italiener in Deutschland“. Der Journalist Michael Santen, der Palmieri seit den 1980er Jahren kennt und heute in Bühl lebt, hat seine Geschichten mit ihm für ein Buch in Worte gefasst. „Pasta, Pinot, Prominente“ heißt die Mischung aus Biografie, Fotoalbum und Rezeptsammlung.

Aufgewachsen in der Region Kampanien im Südwesten Italiens, wird der junge Pasqualino „Lino“ Palmieri von seinem Vater, einem Gastarbeiter, nach Wuppertal beordert, um Geld für die Familie daheim zu verdienen. Nach mehreren Jobs, unter anderem auch in der Gastronomie, in Nordrhein-Westfalen ebenso wie in Mailand im Café der Tante und in der Toscana, ist sich der Autodidakt sicher: Sein Herz schlägt für die Küche seines Heimatlands. Er kauft – begleitet von abenteuerlichen Umständen – sein erstes Lokal in Wuppertal. Später eröffnet er das Restaurant „Amalfi“ in Düsseldorf, das weit über die Stadt hinaus bekannt werden sollte.

Mitternachtsspaghetti für Weltmeister

Auch sein Kochbuch „Schlemmen auf italienisch“ verkauft sich besser als das zeitgleich erschienene Paul-Bocuse-Buch. Läuft also bei Pasqualino Palmieri. Und immer häufiger geben sich Promis bei ihm die Klinke in die Hand, wie die Auszüge aus dem Gästebuch zeigen. Die frischgebackenen Fußball-Weltmeister 1990 macht er im Mannschaftsquartier bei Rom mit „Mitternachtsspaghetti“ glücklich, Claudia Schiffers Bodyguards benehmen sich in seiner „Piazza“ an der berühmten Königsallee daneben, und sogar die Familie Medici wurde auf Lino Palmieri aufmerksam.

Beim „Deutschen Medienpreis“ 1993 in Baden-Baden entsandte Kanzlergattin Hannelore Kohl ihren Mann zum Küchenchef, um ihr etwas Süßes zu organisieren, noch bevor das Dessert aufgebaut wurde. Von Palmieris Tiramisu nahm sich Helmut Kohl dann augenzwinkernd nur einen „Zipfel Sizilien“.

Michael Santen hat solche und noch viele weitere Anekdoten in seinem Buch zusammengefasst. „Pasqualino Palmieri ist ein Süditaliener wie er im Buche steht“, sagt Santen über den Koch. Er hat Palmieri vor 40 Jahren in seinem Restaurant kennengelernt, als er als Redakteur für die Klatsch-Spalte einer großen Zeitung dort einen Termin hatte. Außerdem begleitete er den Koch für einige Serien auf seinen Italien-Reisen.

Küche so groß wie ein Handballfeld

„Viele Promibegegnungen habe ich selbst mitbekommen“, sagt Santen, der damals fast jeden Mittag bei Palmieri gegessen hat – „am liebsten Risotto und alles mit Meeresfrüchten“. Besonders beeindruckt habe Peter Ustinov, mit dem er ins Gespräch kam, weil der Kellner die Bestellung vertauschte, ebenso wie die Familie Medici mit „einer Küche so groß wie ein Handballfeld“.

Es gab aber auch vieles, was der Journalist noch nicht kannte, als Palmieri ihn vor ein paar Jahren aus seinem „Unruhestand“, wie Santen es nennt, anrief und ihn im Schwarzwald besuchte. „Mit so einem spannenden Leben könnte man locker ein Buch füllen.“ Gesagt, getan. Zu fast jeder Geschichte hat Palmieri ein Bild an seiner Fotowand aus dem Restaurant, und so ist die Biografie reich bebildert.

Fotostrecke
/
Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Norbert Blüm schnappt sich im „Amalfi“ die Gitarre und sorgt für Stimmung. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Oskar Lafontaine, Pasqualino Palmieri und Thomas Gottschalk beim „Deutschen Medienpreis“. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Pasqualino Palmieri mit Helmut Kohl beim „Deutschen Medienpreis“ in Baden-Baden. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Die Boxhandschuhe, die Fußball-Legende Udo Lattek zum Essen mitbrachte, zogen er und der Wirt zum Spaß an. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
„Pasta, Pinot, Prominente“ heißt das Buch von Michael Santen. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Wem nach der Lektüre der Sinn nach Spezialitäten wie Spaghetti mit Meeresfrüchten, Seeteufel in Cremesoße oder Kalbsleber „Veneziana“ auf Polentabrei steht, findet die Rezepte am zum Nachkochen ebenso am Ende des Buchs wie ein kleines ABC der italienischen Küche mit Grundrezepten für verschiedene Nudeln, Risotto oder Polenta.

„Pasqualino Palmieri: Pasta Pinot, Prominente“, erzählt von Michael Santen, gibt es auf Bestellung per E-Mail an
PalmieriBuch@web.de.

/
Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Norbert Blüm schnappt sich im „Amalfi“ die Gitarre und sorgt für Stimmung. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Oskar Lafontaine, Pasqualino Palmieri und Thomas Gottschalk beim „Deutschen Medienpreis“. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Pasqualino Palmieri mit Helmut Kohl beim „Deutschen Medienpreis“ in Baden-Baden. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
Die Boxhandschuhe, die Fußball-Legende Udo Lattek zum Essen mitbrachte, zogen er und der Wirt zum Spaß an. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr

Pasqualino Palmieri bekochte Prominente
„Pasta, Pinot, Prominente“ heißt das Buch von Michael Santen. Foto: Pasqualino Palmieri

© pr


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.