Paul zeigt gerne, wie schön er ist

Karlsruhe (BT) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im April Pfau Paul kennen.

Ursprünglich kommen Pfauen aus Südasien. In Indien gelten sie sogar als heilig. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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Ursprünglich kommen Pfauen aus Südasien. In Indien gelten sie sogar als heilig. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Wir sind die schönsten im Zoo. Zumindest sind wir Pfauen davon überzeugt. Mein Name ist Paul, und ich habe ein herrliches Federkleid. Und wie schön ich bin, zeige ich besonders gerne. Eigentlich sind wir Pfauen enge Verwandte der Fasane und zählen daher zu den Hühnervögeln. Aber das verschweige ich lieber. Mit einem Bauernhof-Huhn möchte ich schließlich nicht verglichen werden.

Ich lebe mit einigen meiner Artgenossen im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe. Dort habe ich kein festes Gehege, sondern laufe frei im Zoo und in den Parkanlagen herum. Dabei habe ich aber ein eigenes Revier und entferne mich daraus nur selten. Wir Pfauen können leider nicht besonders gut fliegen, es ist eher ein Flattern. Es genügt uns aber, um auf Zäune oder Bäume zu kommen. Wenn es Abend wird, ziehen wir uns gerne auf die Bäume zurück, um dort zu übernachten.

Weil wir so ein schönes, blaues Gefieder haben, hielten uns sogar schon die Pharaonen im Alten Ägypten in ihren Höfen als Haustiere. Damals wie heute sind die Menschen aber meist von den männlichen Pfauen begeistert. Unsere Hennen lassen sich nämlich leicht von uns unterscheiden. Sie haben ein eher grünlich-graues Gefieder, sie sind kleiner und tragen auch keine lange Schleppe mit sich herum, da ihre Schwanzfedern nur aus 20 viel kürzeren Federn bestehen. Auf dem Kopf tragen Männchen und Weibchen eine kleine Krone aus Federn.

In der Paarungszeit schlagen die männlichen Vögel wie Paul mit ihrer Schleppe ein Rad. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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In der Paarungszeit schlagen die männlichen Vögel wie Paul mit ihrer Schleppe ein Rad. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Besonders schön anzusehen, sind wir natürlich bei der Balz, also der Paarungszeit. Dann geben wir Pfauenhähne uns ganz besonders viel Mühe, um unseren Hennen zu gefallen. Diese Zeit ist übrigens gerade jetzt im Frühjahr. Dabei schreien wir Männchen erst sehr laut, was ein bisschen wie eine Katze mit Schmerzen klingt. Und dann kommt das, worauf jeder wartet: Wir schlagen mit unserer Schleppe aus bis zu 150 langen Schwanzfedern ein Rad. Es hat einen Durchmesser von bis zu drei Metern. Zusammen mit unserem blauen Gefieder wirken die grünen Schwanzfedern mit den blauen „Augen“ darauf, besonders prächtig.

Ursprünglich kommen wir Pfauen aus Südasien. Unsere Verwandten leben vor allem in Indien, Bangladesch, Bhutan, Nepal, Pakistan und Sri Lanka. In Indien gelten wir sogar als heilig, für die Inder ist der Pfau der Nationalvogel. Heute bin ich als Haustier weltweit zu Hause. Außerdem gelten wir Pfauen auch als Symbol für Schönheit, Reichtum, Liebe und Unsterblichkeit.

Ich sehe jedoch nicht nur schön aus, ich habe auch einen starken Geruchs- und Gehörsinn und funktioniere ein bisschen wie eine Alarmanlage für andere Tiere. Denn ich warne mit meinem lauten Schrei vor Gefahren und sogar vor Unwettern. Auch im Zoo bin ich häufig schon von Weitem zu hören.


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