Personeller Umbruch beim Heimatverein Neusatz

Bühl (mf) – Den Abgang von acht langjährigen Vorstandsmitgliedern muss der Heimatverein Neusatz verkraften. Sie wurden bei der Mitgliederversammlung geehrt. Die Posten konnten aber neu besetzt werden.

Zeit für Blumen und Dankesworte: Elke Pleitz, Otfried Pleitz, Ehrenmitglied Helga Frietsch, Wolfgang Hörth, Johannes Rettig und der 1. Vorsitzende Wolfgang Weber (von links).  Foto: Martina Fuß

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Zeit für Blumen und Dankesworte: Elke Pleitz, Otfried Pleitz, Ehrenmitglied Helga Frietsch, Wolfgang Hörth, Johannes Rettig und der 1. Vorsitzende Wolfgang Weber (von links). Foto: Martina Fuß

Große Veränderungen in der Vorstandschaft prägten die Mitgliederversammlung des Heimatvereins Neusatz. Vorsitzender Wolfgang Weber musste acht langjährig aktive Mitglieder aus dem Team verabschieden. Die gute Nachricht aber ist, dass die Posten neu besetzt werden konnten.
Bei den Wahlen wurden Wolfgang Weber, Kassier Rolf Eckert sowie die Kassenprüfer Armin Bäuerle und Wolfgang Haas in ihren Ämtern bestätigt. Auch die drei Beisitzer Ingrid Erhard, Johannes Rettig und Martina Agriesti wurden wiedergewählt. Neu hinzu kommt Simone Schönle. Verantwortung an vorderster Front übernimmt der Waldmatter Ortschaftsrat und Stadtrat Franz Fallert als zweiter Vorsitzender. Er folgt damit Elke Pleitz, die die Funktion nach neun Jahren abgibt.

Schriftführerin Helga Fritsch ist seit 1994 im Amt. In Anerkennung ihrer großen Unterstützungsleistung wurde sie zum Ehrenmitglied ernannt. „Ich bin ganz baff, damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, freute sie sich über diese Auszeichnung. Jetzt endlich, nach vierjähriger Suche, konnte eine Nachfolgerin für sie gefunden werden. Das Amt hat Patricia Klatt übernommen. Sie wird auch die Pressearbeit begleiten, nachdem Otfried Pleitz sein Amt als Pressewart in jüngere Hände geben wollte.

Eine große Lücke jedoch bleibt, was besonders bei der Erstellung der Heimatgrüße spürbar sein wird, die in einer Auflage von 1.900 Stück jedes Jahr in die ganze Welt versendet werden. „Nach dem Rückzug von Gisela Kist-Eckert aus der Redaktionsleitung und nach dem Tod von Heimatforscher Hubert Schulz muss der Heimatgruß auf neue Füße gestellt werden“, erklärte Weber. „Nach Gesprächen im Vorstand sind wir entschlossen, den Heimatgruß nicht sterben zu lassen, aber das Gesicht wird sich verändern. Wir wollen ein Konzept erarbeiten, und ich lade alle Interessierte ein, an unserem Heimat-Rückblick mitzuarbeiten.“

„Beeindruckendes Guthaben“

Nach 43 Jahren aus der Vorstandschaft verabschiedet wurde auch Wolfgang Hörth, der das Erscheinungsbild des Heimatgrußes seit 1978 geprägt hat. Mit Johanna Nehus, Reinhold Kist und Hans Peter Meier verlassen drei weitere Aktivposten die Vorstandschaft. Weber dankte allen Ausgeschiedenen für die langjährige Mitarbeit in vielen Projekten. Johannes Rettig wurde im Rahmen der Versammlung in der Schlossberghalle für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt.

Kassierer Rolf Eckert stellte im Kassenbericht zwar ein beeindruckendes Guthaben vor, wies aber auf coronabedingte Verschiebungen hin. „Die einzige Einnahme, die wir im Jahr 2020 hatten, sind die Spenden, die wir für die Heimatgrüße erhalten haben und eine Einzelspende. Es gab keine Feste und keine Veranstaltungen“, erklärte Eckert. Angesichts anstehender Aufgaben wie die Ausstattung des geplanten neuen Vereinsgebäudes, die Platzierung und Überdachung der Obstpresse, die Überarbeitung der Orts-Begrüßungsschilder und die Beschilderung des Weinlehrpfades sowie die Erneuerung von Feld und Wegkreuzen würden den Verein finanziell stark fordern.

Der letzte Bericht von Schriftführerin Helga Fritsch zeigte, wie aktiv der Verein trotz Corona im vergangenen Jahr gearbeitet hat. So bekam das „Backhaus“ eine neue Küchenzeile, und es wurde frisches Brot verkauft, auch wenn das Carolusfest nicht stattfinden konnte. Auch das Heilige Grab wurde in der Neusatzer Pfarrkirche aufgebaut, eine Bücherzelle in der Ortsmitte übergeben und die Trockenmauern gepflegt.

„Die Arbeit des Heimatvereines trägt Früchte, sie kommt direkt bei den Bürgern an“, lobte Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem. „Der Heimatverein ist eine Art ‚Schirmverein‘, der überall im Ort mitarbeiten kann und soll.“ Nach dieser positiven Einschätzung war die Entlastung reine Formsache.

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Erstellt:
26. Juli 2021, 14:00 Uhr
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