Pfarrhaus Bad Rotenfels erstrahlt in neuem Glanz

Gaggenau (er/uj) – Länger als gedacht dauerte die Renovierung des Pfarrhauses Bad Rotenfels. Eine falsche Zusammensetzung des Putzes sorgte dafür, dass dieser nochmals erneuert werden musste.

Die Renovierung des Pfarrhauses St. Laurentius ist abgeschlossen. Wann mit dem zweiten Bauabschnitt (Sanierung der Mauer rechts und Arbeiten im Pfarrgarten) begonnen werden kann, steht noch nicht fest. Foto: Elke Rohwer

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Die Renovierung des Pfarrhauses St. Laurentius ist abgeschlossen. Wann mit dem zweiten Bauabschnitt (Sanierung der Mauer rechts und Arbeiten im Pfarrgarten) begonnen werden kann, steht noch nicht fest. Foto: Elke Rohwer

Ursprünglich sollte der erste Bauabschnitt der Renovierung des Pfarrhauses St. Laurentius im November vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Doch der Putz machte einen Strich durch die Rechnung. Wie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Bierbaums auf BT-Anfrage darlegte, habe sich der Putz kurz nach Auftragung wieder gelöst. Der Grund: Die chemische Zusammensetzung passte nicht zum Pfarrheim. Das ergaben verschiedene Untersuchungen der Herstellerfirma.

Und dieses Malheur sorgte für die langen Verzögerungen. Ein neuer Putz musste hergestellt werden. Jetzt scheint alles zu passen. Die Außenrenovierung ist abgeschlossen, das Pfarrhaus erstrahlt in neuem Glanz. Die Mehrkosten, die dadurch entstanden sind, übernimmt laut Bierbaums die Versicherung der Herstellerfirma.

Der erste Bauabschnitt ist erledigt. Wann es mit dem zweiten Abschnitt weitergehen kann, steht momentan noch nicht fest, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. „Wir hoffen, dass wir den zweiten Bauabschnitt machen können“ sagt Bierbaums. Doch die Planung stammt aus der Zeit vor Corona.

Erst das Pfarrhaus, dann der Hof

Rückblende: Die ersten Planungen für eine repräsentative Generalüberholung des Pfarrhofs entstanden im März 2017 auf Initiative des Vereins „Menschen für St. Laurentius“. Eine Bestandsaufnahme durch die Forbacher Architektin Heike Wunsch machte jedoch deutlich, dass zunächst eine Sanierung des Pfarrhauses sinnvoll sei, bevor man den Hof in Angriff nimmt. In Zusammenarbeit mit Denkmalpflegeamt und Stadtverwaltung gab es erste Überlegungen. Der erste Bauabschnitt, der Mitte Juni 2019 begann, sah eine komplette Neudeckung des Daches vor. Außerdem wurden im Dachstuhl einzelne Balken ersetzt und das Dach energetisch isoliert. Darüber hinaus wurden drei der aus den 1980er Jahren stammenden Fenster gegen moderne Schallschutzfenster ersetzt. Eine Kernbohrung am Pfarrhaus hatte außerdem gezeigt, dass sich der Putz an der Fassade löst. Daher musste dieser an der gesamten Fassade entfernt und erneuert werden – mit dem inzwischen bekannten Malheur. Zudem standen Steinmetzarbeiten am Natursteinsockel des ältesten Bad Rotenfelser Wohnhauses in Steinbauweise an sowie Malerarbeiten. Schließlich wurde die Terrasse um circa einen Meter abgesenkt und an das Niveau des angrenzenden Gartens angepasst.

Als Bausumme waren 325.000 Euro veranschlagt. Tatsächlich waren es nur unwesentlich mehr, Bierbaums geht von 340.000 Euro aus. Die Erzdiözese Freiburg übernimmt etwa ein Drittel der Gesamtkosten. Ein weiteres Drittel wurde als Bankdarlehen aufgenommen. Der Rest wird als Eigenanteil finanziert, wobei ein erheblicher Teil durch den Verein „Menschen für St. Laurentius“ geschultert wird.

„Der Stiftungsrat hat im letzten Jahr den Beschluss gefasst, dass das Pfarrhaus von St. Laurentius als Dienstwohnung für den Pfarrer der Seelsorgeeinheit Gaggenau erhalten wird. Ohne diese Entscheidung wäre die Realisierung dieser aufwendigen Sanierung schwierig geworden“, betont Bierbaums. „Die Bad Rotenfelser identifizieren sich mit der Kirche und dem Pfarrhaus. Deshalb freuen sich die Leute im Ort über die Sanierung.“


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