Pflegeheim: Einzug zum Jahreswechsel?

Rastatt (dm) – „Weit fortgeschritten“ sind die Gespräche zwischen Klinikum Mittelbaden und dem Investor auf dem Hatz-Areal in Rastatt, was den Betrieb des dort entstehenden Pflegeheims betrifft.

Blick auf das Hatz-Areal in Nachbarschaft des Schlosses. In den Querbau bei der Villa kommt das Pflegeheim. Foto: Willi Walter

© wiwa

Blick auf das Hatz-Areal in Nachbarschaft des Schlosses. In den Querbau bei der Villa kommt das Pflegeheim. Foto: Willi Walter

Vermutlich Anfang 2022 könnte das Klinikum Mittelbaden den Betrieb des Pflegeheims übernehmen, das derzeit auf dem Hatz-Areal in Rastatts Stadtmitte errichtet wird. Es wäre eine Alternative für das Martha-Jäger-Haus, das das Klinikum aufgrund akuten Sanierungsbedarfs aufgeben will. Unterdessen verzögert sich coronabedingt die Fertigstellung des gesamten Areals.

Ursprünglich war das neu entstehende Pflegeheim an der Kapellenstraße in Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Baden-Baden als Betreiber geplant worden. Doch im vergangenen Jahr ist die Organisation, die vor dem Baustart einen entsprechenden Vertrag mit dem Investor abgeschlossen hatte, aus dem Vorhaben ausgestiegen. Im Herbst wurde dann gleichzeitig bekannt, dass das Klinikum Mittelbaden wiederum den offenbar weit höher als absehbar ausfallenden Sanierungsbedarf des vormals städtischen Pflegeheims Martha-Jäger-Haus nicht stemmen könne (wir berichteten). Die Folge: Gespräche zwischen dem Klinikum und dem Hatz-Areal-Investor WLH über einen „Umzug“ ins frei gewordene Gebäude an der Kapellenstraße begannen.

Fertigstellung coronabedingt verzögert

„Weit fortgeschritten“ sind die Verhandlungen inzwischen, wie beide Seiten nun auf Nachfrage des BT bestätigten. Und nicht nur das: Da das Klinikum andere Konzepte verfolge als das DRK, schlage sich das auch baulich nieder, wie WHL-Geschäftsführer Klaus-Peter Wesel schildert. Das heißt: Änderungen gegenüber den Ursprungsplänen, was etwa Essensbelieferungen, Wäscherei oder Betreuungskonzepte angeht, erforderten auch Veränderungen in der Struktur und damit bauliche Eingriffe in das bereits entstehende Gebäude.

„Das hat viel Zeit und Geld gekostet“, so Wesel, ohne Summen zu nennen. Man rechne aufgrund des Betreiberwechsels im Zuge des DRK-Absprungs jedenfalls mit „erheblichen Nachträgen“.

Das Gesamt-Investitionsvolumen für das komplette Areal, das von der Baufirma Weisenburger errichtet wird, war ursprünglich mit rund 50 Millionen Euro angegeben worden. Darauf finden sich 58 Wohnungen, von denen inzwischen „75 bis 80 Prozent“ verkauft seien, das Pflegeheim mit 71 Plätzen, 20 Seniorenwohnungen sowie drei Gewerbeflächen. Eine davon wird von einem ambulanten Pflegedienst genutzt. Basis des neuen Stadtquartiers ist eine zweistöckige Tiefgarage mit 157 Stellplätzen.

„Wahrscheinlich Ende des Jahres“, so Wesel, werde man fertig mit dem Groß-Vorhaben, im Vorjahr hatte man noch den August anvisiert. Die Verspätung sei auf coronabedingte Verzögerungen wie etwa die Unterbrechung von Lieferprozessen zurückzuführen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

Zum Artikel

Erstellt:
14. April 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 05sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.