Pinguin Maggie schwimmt pfeilschnell

Karlsruhe (red) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im Januar Magellan-Pinguin Maggie kennen.

Magellan-Pinguine wie Maggie sind an weißen Streifen zu erkennen. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

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Magellan-Pinguine wie Maggie sind an weißen Streifen zu erkennen. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Auch, wenn die meisten Menschen denken, Pinguine leben nur in ganz kalten Gebieten, bei mir und meinen Artgenossen ist das völlig anders. Ich heiße Maggie, lebe im Karlsruher Zoo und bin ein Magellan-Pinguin. Ursprünglich stammt meine Art aus Südamerika. Genauer gesagt: Aus Chile, Argentinien und von den Falkland-Inseln. Dort leben Magellan-Pinguine in großen Gruppen an beiden Ozeanseiten: dem Atlantik und dem Pazifik. Die beiden Meere werden durch eine breite Wasserstraße verbunden, der Magellanstraße. Nach ihr wurden wir auch benannt.

Wir gehören zu den Brillen-Pinguinen. Den Namen hat man uns aber nicht gegeben, weil wir besonders schlecht sehen, sondern wir heißen so, weil von unserem Schnabelansatz bis zu den Augen ein rosafarbener, stark gebogener Fleck reicht, der an einen Brillenbügel erinnert. Wir sind auf den ersten Blick leicht mit dem Humboldt-Pinguin zu verwechseln, die im Karlsruher Zoo direkt neben uns leben. Aber wenn ihr genau hinseht, könnt ihr den Unterschied erkennen, denn wir haben zwei deutliche Streifen: das Hals- und das Brustband.

Wasser ist Maggies Element

Wenn wir Nachwuchs bekommen, werden die Kleinen auch Küken genannt. Schließlich sind wir Pinguine Vögel. Unsere Küken haben zuerst ein dunkelgraues Gefieder. Erst im Alter von zwei Jahren wird es schwarz-weiß, so wie bei uns erwachsenen Pinguinen. Pro Jahr legt normalerweise jedes Pinguin-Pärchen zwei Eier. Vater und Mutter kümmern sich dann abwechselnd um ihren Nachwuchs – und vor allem darum, dass es genügend Futter gibt.

Wenn wir uns fortbewegen wollen, dann watscheln wir an Land eher langsam umher. Und obwohl wir zu den Vögeln gehören und Flügel haben, können wir nicht fliegen. Aber unter Wasser sind wir pfeilschnell. Das ist auch fast wie ein Flug, nur eben unter der Wasseroberfläche. Wir erreichen so Geschwindigkeiten von 25 Kilometern in der Stunde und können bis zu 75 Meter tief tauchen. Das brauchen wir auch, denn wir ernähren uns hauptsächlich von Krill, Krebstieren und Fischen. Und die sind unter Wasser sehr schnell – ich aber auch. Das Wasser ist mein Element.

Wenn wir durstig sind, trinken wir das Salzwasser aus dem Ozean. Das können die meisten Tiere und Menschen nicht, es kann sogar tödlich sein. Wir Magellan-Pinguine haben da aber einen kleinen Trick. Das Salz wird nach dem Trinken in der Nähe unserer Augen einfach wieder rausgedrückt. So macht uns das salzige Wasser nichts aus.

Vergangen Monat haben wir Przewalski-Stute Xenia vorgestellt.

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Erstellt:
2. Januar 2021, 10:30 Uhr
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