Pläne, Ideen und Vorhaben harren der Dinge

Gernsbach (ueb) – Vereine sind derzeit mehr oder weniger zum Nichtstun verbannt. Beim Treffpunkt Staufenberg fand nun zumindest die Jahreshauptversammlung statt, zum ersten mal virtuell.

Auf dem Dorfplatz gäbe es für den Treffpunkt einiges zu tun, doch Corona verhindert jedwede Aktivitäten. Foto: Dagmar Uebel

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Auf dem Dorfplatz gäbe es für den Treffpunkt einiges zu tun, doch Corona verhindert jedwede Aktivitäten. Foto: Dagmar Uebel

Der Treffpunkt Staufenberg hatte am Freitag zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen. Seit seiner Gründung vor 15 Jahren nicht zum ersten Mal, aber doch diesmal ganz anders, weil vom jeweiligen heimischen Sofa aus. Wer von den 18 Teilnehmenden sich schnell an die Besonderheiten des digitalen Zusammenkommens gewöhnt hatte, erlebte eine Versammlung mit den typischen Tagesordnungspunkten Geschäftsbericht, Kassenbericht, Aussprachen und Verschiedenes.

Vorsitzender Ulrich Strobel-Vogt wertete die Anwesenheit doch überraschend vieler Mitglieder unter diesen besonderen Bedingungen als gutes Zeichen für das Interesse am Vereinsgeschehen. Sein Rückblick auf die Aktivitäten im Vereinsjahr 2020 begann mit dem schon traditionell gut angenommenen Hüttenzauber im Januar auf dem Dorfplatz. Und auch der „Kids Bazar“ im Februar zeigte gute Ergebnisse.

Mit dem Einzug von Corona rückten alle intuitiven Zusammenkünfte in den Hintergrund, und die Frage, wie damit umzugehen sei, ganz nach vorne. Obwohl auf dem Dorfplatz einiges zu tun wäre, musste das Bauwochenende im April abgesagt werden. Das Baumhaus habe der Verein aus Sicherheitsgründen sperren müssen, Material für das geplante Insektenhotel warte noch auf seine Verwendung. Und auch der Standort für die seit zwei Jahren geplante Sonnenuhr müsse nochmals überdacht werden. Es gibt also Pläne, Ideen und Vorhaben genug.

Für Katrin Kathan, die Vereinsvize, stellten das Aufstellen der Kunstleitpfosten und Wimpel auf dem Dorfplatz und auch die sich immer wieder neu formierende Reihe bunt bemalter Steine im vergangenen Jahr ein Zeichen aktiven Vereinslebens dar, über die sich auch die Staufenberger freuten. Besonders stolz ist der Treffpunkt Staufenberg auf die Verleihung des Zertifikats „Jugendfreundlicher Verein“ durch Bürgermeister Julian Christ am 3. Dezember. „Für uns war diese Zielsetzung nahezu selbstverständlich, da wir uns von Anfang an bemühen, ein familienfreundlicher Verein zu sein“, stellte Kathan klar. Durch das Zertifikat verpflichtet sich der Verein zur aktiven Einhaltung der Jugendschutzgesetze. Und zur Bereitschaft zur Umsetzung nach den Vorgaben des Präventionsprojekts HaLT im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden entsprechend den vereinbarten Regeln.

An Ideen und zugesicherter Bereitschaft mangelte es nicht

Beim Tagesordnungspunkt Finanzen konnte Schatzmeisterin Nicole Obert sich zwar über eine positive Bilanz freuen. Nicht aber Strobel-Vogt, der einiges an Vereinsvermögen gern für die Weiterentwicklung des Dorfplatzes zur generationsübergreifenden Begegnungsstätte, für den Verein und damit für die Staufenberger ausgegeben hätte. „Nach Monaten des aufgezwungenen Nichtstuns ist Corona derzeit der einzige Profiteur“, erläuterte der Vereinsvorsitzende. Der Treffpunkt Staufenberg sei auf Verbesserung der Lage eingestellt, Pläne, die bis zum Jahresende reichen, liegen vor. Sie beinhalten Bauwochenenden, Dorfplatzpflege, Grillveranstaltungen, Halloween, „Kids Bazar“, Dorfplatzfest oder Spielenachmittag und das Nikolausfest im November.

An Ideen und zugesicherter Bereitschaft der virtuell Versammelten mangelte es am Freitagabend nicht. „Wir müssen kurzfristig reagieren, von Woche zu Woche, und jede Hilfe ist dabei willkommen“, so Strobel-Vogt. Dabei waren sich alle Versammelten einig, dass unter dem Motto „The next Generation is coming“ neue Ideen der 188 Vereinsmitglieder, aber gerne auch von außen, willkommen seien.


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