Pläne für Solarpark an der A5 bei Ötigheim

Ötigheim (ema) – Die Erdgas Südwest will auf Ötigheimer Gemarkung auf einer Fläche von rund drei Hektar entlang der A5 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von drei Megawatt errichten.

Solarparks auf Äckern entlang der Autobahn werden nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz finanziell gefördert.Foto: dpa

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Solarparks auf Äckern entlang der Autobahn werden nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz finanziell gefördert.Foto: dpa

Erste Schritte auf diesem Weg ist das Unternehmen bereits mit der Kommune gegangen, wie aus Unterlagen für die Gemeinderatssitzung am Dienstag (20 Uhr, Gemeindehaus Alte Schule) hervorgeht. Demnach kann Erdgas Südwest auf die Mitverlegung von Leerrohren beim Anschluss des derzeit entstehenden interkommunalen Wasserwerks beim Gaisweg ebenso zählen wie auf die Zusage für einen Netzverknüpfungspunkt. Der Pachtvertrag sieht vor, dass Ötigheim 5.785 Euro pro Jahr kassiert über eine Laufzeit von 30 Jahren. Im Gespräch ist offenbar auch eine ertragsabhängige Beteiligung der Gemeinde von 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Das würde bei einem Jahresertrag von 3,3 Millionen Kilowattstunden einer Zusatzeinnahme von 6.600 Euro pro Jahr entsprechen.

Die Stromerzeugung mit der Anlage dürfte umgerechnet dem Bedarf von deutlich mehr als 1.000 Durchschnittshaushalten entsprechen. Die CO2-Einsparung beziffert das Unternehmen mit 1.800 Tonnen pro Jahr.

Solarparks entlang von Autobahnen und Schienenwegen gelten immer noch als attraktiv, weil sie auf Ackerflächen entlang der Trassen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden.

Gemeinde kauft Grundstück

Derzeit entsteht im Landkreis Rastatt an der A5 bei Unzhurst eine größere Photovoltaikanlage. Auf Rastatter Gemarkung ist bereits vor sieben Jahren auf einem 4,5 Hektar großen Feld zwischen Autobahn und Baulandstraße ein Solarpark errichtet worden mit einer Leistung von 2,4 Megawatt.

Für das Ötigheimer Projekt sind noch einige Hürden zu nehmen, wie Erdgas Südwest informiert. Demnach ist eine Änderung des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft Rastatt erforderlich. Den notwendigen Bebauungsplan soll der Gemeinderat am Dienstag auf den Weg bringen. Mit der Genehmigung rechnet das Unternehmen Ende nächsten Jahres, sodass der Solarpark Mitte 2023 in Betrieb gehen könnte.

Den Ratsunterlagen zufolge wird die Gemeinde das betreffende Grundstück kaufen und an die Erdgas Südwest verpachten. Die Verträge seien bereits verhandelt und lägen zur Unterschrift bereit.

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Erstellt:
24. Oktober 2021, 12:00 Uhr
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