Plakate erwarten Nathaniel Seiler in Bühlertal

Bühlertal (nad) – Leichtathlet Nathaniel Seiler ist zurück aus dem Trainingslager. In Bühlertal wird der Baden-Badener, der im August bei der Olympiade antritt, mit Plakaten begrüßt.

Große Plakate zeigen den Geher Nathaniel Seiler. Foto: Sarah Gallenberger

© Sarah Gallenberger

Große Plakate zeigen den Geher Nathaniel Seiler. Foto: Sarah Gallenberger

Nach mehreren Wochen Trainingslager in Livigno in den italienischen Alpen ist der Olympionike Nathaniel Seiler aus Haueneberstein gestern nach Hause zurückgekehrt. Der Heimatort seines Turnvereins TV Bühlertal heißt ihn mit vielen Plakaten mit seinem Konterfei gebührend willkommen.

Am 7. August ist es so weit: Der 25-jährige Nathaniel Seiler vom TV Bühlertal wird bei den Olympischen Spielen in Japan für das deutsche Team in der Disziplin „Gehen – 50 Kilometer“ antreten. Ein absolutes Highlight für das Bergdorf, denn er ist das erste Mitglied in der Vereinsgeschichte, das an diesem besonderen Wettkampf teilnehmen wird. Voller Stolz präsentieren die Bühlertäler ihren Olympia-Liebling im ganzen Dorf: Bunte Plakate des Leichtathleten zieren die Ortschaft und versinnbildlichen die gedrückten Daumen der Gemeinde.

Die Plakate wurden im Rahmen der Olympia-Kampagne #MeinWeg konzipiert und sollen den Athleten den nötigen Schwung von zu Hause mit auf den Weg geben. In Anlehnung an den Pop-Song „New York, Rio, Tokio“ werden darauf neben den Athleten wichtige Stationen von ihnen aufgezählt: Heimatort, Trainingsort und die Olympiastadt Tokio. Bei Seiler bedeutet das: Baden-Baden, Bühlertal, Tokio. Der Städtedreiklang stellt den vielfältigen und teils weiten Weg dar, den die Athleten auf sich nehmen. Auch Plakate von Seilers Trainingspartner Carl Dohmann finden sich in ganz Baden-Baden in Schaukästen oder beispielsweise auch auf einem Bus der Verkehrsbetriebe. Für ihn geht es von Baden-Baden über Freiburg nach Tokio. Dabei steht die japanische Metropole auf den Plakaten symbolisch für die Olympiade, denn das eigentliche Ziel der beiden ist Sapporo auf der Nordinsel Japans. Dort wird aufgrund von besseren klimatischen Verhältnissen der Wettkampf der Geher ausgetragen.

Ankunft nach drei Wochen im Trainingscamp: Nathaniel Seiler ist wieder in Baden-Baden. Foto: Natalie Dresler

© Natalie Dresler

Ankunft nach drei Wochen im Trainingscamp: Nathaniel Seiler ist wieder in Baden-Baden. Foto: Natalie Dresler

In Bühlertal sollen noch weitere Plakate in Geschäften und Schaufenstern folgen, auch große Plakatwände sind laut Jürgen Brügel, Mentor von Seiler beim TV Bühlertal, geplant. „Es wird eine recht große Aktion“, deutet der Bühlertäler an. Er selbst hat die ersten Poster persönlich abgeholt und diesen Montag angebracht und stand während des Trainingslagers in regelmäßigem telefonischen Kontakt zu seinem Schützling. Am Anfang sei Seiler die im Mai vorangegangene Europameisterschaft noch „in den Muskeln gesteckt“ aber dann sei es laut Brügel „von Tag zu Tag besser geworden“. „Er ist guter Dinge“, gibt der stolze Betreuer an.

Über drei Wochen hat Seiler zusammen mit seinem Trainingspartner Carl Dohmann vom SCL Heel im italienischen Höhentrainingslager Livigno für die bevorstehende Olympiade trainiert. Vom 11. Juni bis 6. Juli haben sich die beiden Geher intensiv unter Bundestrainer Ronald Weigel vorbereitet. Mit einem „guten Gefühl“ machte sich Seiler auf den Rückweg nach Deutschland. Mit der Teilnahme bei den Olympischen Spielen gehe für ihn ein großer Kindheitstraum in Erfüllung.

Dass er nun sich selbst überall auf großen Plakaten sehen wird, wird für ihn „ein ungewohntes Gefühl“, sagt er im BT-Gespräch. „Natürlich bin ich da schon auch stolz drauf“, beschreibt der Sportler die öffentliche Unterstützung seines Vereins und die nach Außen getragene Kampagne. Bei seiner gestrigen Ankunft am Baden-Badener Bahnhof freut Seiler sich am meisten auf sein eigenes Bett. Bis zum Abflug nach Japan am 22. Juli stehen neben weiterem Training auch „ausruhen und runterfahren“ auf seinem Programm.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
7. Juli 2021, 08:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 38sec

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