Pokal: Ottenauer Fußballer kicken Bühl raus

Baden-Baden (BT) – Im Verbandspokal haben die Fußballer der Spvgg Ottenau für eine kleine Überraschung gesorgt: Der Bezirksligist warf den Landesliga-Vertreter VfB Bühl aus dem Wettbewerb.

Hiergeblieben! Der Kuppenheimer Doppeltorschütze Lucas Grünbacher (links) lässt Sinzheims Tim Egelhof nicht in Runde zwei einziehen. Foto: Frank Seiter

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Hiergeblieben! Der Kuppenheimer Doppeltorschütze Lucas Grünbacher (links) lässt Sinzheims Tim Egelhof nicht in Runde zwei einziehen. Foto: Frank Seiter

Vier von zehn angetretenen Teams aus dem Fußballbezirk Baden-Baden haben die zweite Runde im südbadischen Verbandspokal erreicht. Unter anderem setzte sich der Verbandsligist SV 08 Kuppenheim in Sinzheim durch, die Spvgg Ottenau kickte den favorisierten Landesligisten VfB Bühl aus dem Wettbewerb. Während auch Würmersheim und Oberachern in Runde zwei stehen, waren Loffenau und Elchesheim ohne Auswärts-Fortune.

SV Ulm – FV Würmersheim 0:1.

Die Generalprobe vor dem Punktspielauftakt am nächsten Wochenende war für beide Mannschaften ein guter letzter Test – mehr aber auch nicht. Bei beiden Teams stand auch nicht die Bestbesetzung auf dem Platz, der Ulmer Übungsleiter Fabian Ernst testete nochmals einige Akteure aus der zweiten Reihe. Viel Aufwand, doch wenig Ertrag stand für die Hausherren zu Buche, die einige sehr gute Chancen besaßen, diese aber vergaben oder am starken Gästetorwart Brunner scheiterten. Das entscheidende Tor für die Ligarivalen gelang Neuzugang Inal, der den Ball kurz vor der Pause nach einer guten Hereingabe aus kurzer Entfernung nur noch einschieben musste (41.).

SV Sinzheim – SV 08 Kuppenheim 1:4.

Die Gastgeber hielten bei hohen Temperaturen bis zur Schlussviertelstunde sehr gut mit, lieferten dem Verbandsligisten einen beherzten Kampf, besaßen sogar nach dem 1:1-Ausgleich durch Göttler und Gruber die Chance zur Führung, doch im Endeffekt setzten die abgeklärteren, routinierteren Gäste letztlich doch die entscheidenden Nadelstiche. Der neue SVS-Übungsleiter Michael Santoro („Wir haben einen guten Zugriff gehabt und waren in der ersten Halbzeit sogar spielerisch überlegen“) bot gleich fünf Neuzugänge auf, die sich auch gut schlugen. 08-Neuzugang Emanuele Giardini machte mit seinem Doppelpack letztlich alles klar. Tore: 0:1 Grünbacher (41.), 1:1 Göttler (45.), 1:2 Grünbacher (47.), 1:3, 1:4 Giardini (66., 85.).

Spvgg Ottenau – VfB Bühl 2:1.

Die Sportvereinigung reitet weiter auf der Erfolgswelle: Nach dem Gewinn des Bezirkspokals und der Gaggenauer Stadtmeisterschaft kickte der von Alexander Merkel trainierte Bezirksligist auch den Landesliga-Vertreter aus der Zwetschgenstadt aus der ersten Pokalrunde. Vor allem in Hälfte eins waren die Gastgeber im heimischen Murgstadion das bessere Team. Die Führung nach Toren von Florian Hornung (8.) und Nils Fortenbacher (21./FE) war folgerichtig und verdient. Möglicherweise wäre die Partie anders verlaufen, hätte Spvgg-Keeper Norman Riedinger nicht eine Riesenchance der Bühler in Klassemanier pariert (28.). Nach dem Wechsel übernahm Bühl das Kommando, stellenweise entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Aus Bühler Sicht sprang aber nicht mehr heraus, als der Anschluss durch Neuzugang Jens Wartmann, der per Foulelfmeter traf (57.)

SV Niederschopfheim – TSV Loffenau 2:1.

Bis in die Nachspielzeit hielt der Außenseiter das Remis, ehe kurz vor dem Abpfiff Leidinger doch den Siegtreffer für den Landesliga-Konkurrenten erzielte. Tore: 1:0 Schillinger (19.), 1:1 Ousman (27.), 2:1 Leidinger (90.+3).

SV Oberwolfach – RW Elchesheim n.V. 4:3.

Elchesheim hat gegen den Landesliga-Rivalen aus Oberwolfach in der Schlussphase in Überzahl einen Vorsprung aus der Hand gegeben und musste in der Verlängerung die Segel streichen. Nach dem von Schneider verwandelten Elfmeter in der Verlängerung zum 3:2 – Boser sah dabei Rot – kassierte Rot-Weiß quasi postwendend den Ausgleich. Nur eine Minute später machte Burger sogar den Oberwolfacher Sieg perfekt. Tore: 1:0 Boser (14.), 2:0 Dreher (31.), 2:1 Olajos (52.), 2:2 Miller (56.), 2:3 Schneider (105./HE), 3:3 Weiß (106.), 4:3 Burger (107.).

FV Schutterwald – SV Oberachern 1:3.

Der SVO wurde seiner Favoritenrolle gerecht: Die ersatzgeschwächten Gastgeber standen in Durchgang eins fast ausnahmslos in der Defensive, bereits nach zwei Minuten hatte Oberacherns Lhadji Badiane das 0:1 auf dem Fuß, setzte das Leder aber völlig freistehend neben den Kasten. Das besorgte dann Nico Huber, der in Minute elf per Strafstoß erfolgreich war. Nachdem Badiane zuvor an FVS-Keeper Tobias Volk gescheitert war (22.), traf Goalgetter Huber mit einem herrlichen Lupfer zum 0:2 (26.). Als dann die bis dahin so gut wie beschäftigungslose SVO-Hintermannschaft zu weit aufgerückt war, hatte Rico Frädrich freie Bahn: Vom Innenpfosten kullerte der Ball zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie (36.). Per Kopf traf Badiane nach 54 Minuten zum 1:3 und öffnete damit die Tür in die nächste Pokalrunde. Tore: 0:1 Huber (13./FE), 0:2 Huber (26.), 1:2 Frädrich (36.), 1:3 Badiane (54.)

Kehler FV – SV Bühlertal 3:2.

„Das war ein bitterer Tag“, sagte SVB-Trainer Johannes Hurle nach der Partie in Kehl. Schlimmer noch als die Niederlage gegen den Ligakonkurrenten wog allerdings der Verlust von Jonas Knobelspies. Der Offensivakteur stürzte in Hälfte zwei auf die Schulter, musste ins Krankenhaus und wird Bühlertal „definitiv lange Zeit fehlen“, so ein geknickter Hurle. Im Testspiel gegen Ottersweier unter der Woche hatte sich bereits Maximilian Weiß eine schwere Schulterverletzung zugezogen und wird ebenfalls lange Zeit passen müssen. Der KFV war aufgrund seiner individuellen Klasse zunächst das bessere Team und führte zur Pause mit 2:0. Hurle stellte nach dem Wechsel von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Die Folge: Bühlertal kam immer besser ins Spiel. Zwar kassierten die Gäste nach gut einer Stunde den dritten Gegentreffer nach einer Standardsituation, bewies aber „tolle Moral“, so Hurle. Mit etwas mehr Glück hätte Bühlertal sogar noch gewinnen können, „die Chancen“, so Hurle, „waren da.“ Tore: 1:0 Venturini (6.), 2:0, 3:0 Sen (43., 57.), 3:1 Zimmer (70.), 3:2 Dörflinger (88.).

SV Stadelhofen – SV Linx n.V. 1:3.

Mit einer besseren Chancenverwertung hätte sich der klar favorisierte Oberligist die Verlängerung gegen den zwei Klassen tieferen angesiedelten SVS sparen können. Doch so dauerte es bis Minute 115, ehe Kemal Sert den SV Linx auf die Siegerstraße brachte. Tore: 0:1 Rubio (11,) 1:1 Schmieder (27./FE), 1:2 Sert (115.), 1:3 Tasli (120.+4). (RM/mi/moe)


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